Entwicklungen am Predigtstuhl bei Bad Reichenhall

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Entwicklungen am Predigtstuhl bei Bad Reichenhall

Beitragvon WhiteEagle » 26.02.2009 09:24


Da in einem anderen Forum (sagen.at) auf die Insolvenz der Predigststuhlbahn hingewiesen wird und ich selber bisher einige erfolgreiche Veranstaltungen dort durchführen durfte und auch weiterhin plane, möchte ich zur Entwicklung am Berg Stellung beziehen und hoffe auf einen positiven Ausgang des Insolvenzverfahrens und neue, "zahlungskräftige" Gesellschafter:

da ich reichenhaller bin und mit der bahn schon öfter bei veranstaltungen kooperiert habe, glaube ich sagen zu dürfen, dass es sich nicht um misswirtschaft handelt. das problem scheint auf seiten der gesellschafter zu liegen, wie ja im ausgangsbeitrag und in der medienberichterstattung auch zu erfahren war.
das problem liegt u.u. im eigentlich lobenswerten denkmal. ein technikdenkmal in der heutigen zeit dürfte kaum privat kostendeckend zu halten sein. dazu muss man sich die geschichte der bahn genauer ansehen.
eine kapazität mit 22 personen pro fahrt die 12 minuten dauert, ist zu stosszeiten eher als katastrophe zu bezeichnen und ergibt sowohl bei berg- auch als talfahrten stundenlange wartezeiten. umstrukturierungs- oder erweiterungspläne des berghotels, der schisportanlagen und der weiteren gastronomie sind immer unter diesem aspekt zu sehen.
der strassenbau hinauf zum hotel wurde aus umweltschutzgründen berechtigterweise abgelehnt.
die kolossale jesusstatue blieb dem berg aufgrund der massiven ablehnung aus der bevölkerung erspart.
was bleibt ist ein wunderschönes technikdenkmal und ein sogenanntes nostalgiehotel mit toiletten und duschen am gang, was eben kaum noch heutigen komfortansprüchen nahe kommt.
meines erachtens kann hier nur unter stärkerer kommunaler einbindung einigermaßen gewirtschaftet werden. sonst passiert es wie einer ähnlichen einrichtung eine etage tiefer, dem ehemaligen stadtberglift. eine sesselbahn mit berggasthaus in traumhafter lage. sie wurde unrentabel für privatbetreiber. bahn und gasthaus wurden abgerissen. die natur hat wieder alles übernommen - was ja an sich nicht schlecht ist, nur eben nicht für den wirtschaftsstandort bad reichenhall, der eh schon ums überleben kämpft, seit die kur schon fast unbedeutend geworden ist.

also - zukunftskonzepte hat es bereits gegeben und investoren aus der ganzen welt standen schon auf der liste, aber dank denkmal bleibt der predigtstuhl in einem dämmerzustand, der privat kaum aufzufangen sein dürfte.
gerade ist ja der ruf nach verstaatlichung sehr populär geworden. und wenn der staat schon solche denkmäler schafft, dann sollte er sich auch irgendwie um seinen erhalt kümmern.
und was die betreiber - in dem fall meine ich die hoteldirektion - betrifft, die haben in letzter zeit auf einen sanften tourismus gesetzt und sind damit gut gefahren. die gelder sind angeblich von den gesellschaftern abgezweigt worden. das ist traurig, scheint aber wahr zu sein.



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Beitragvon WhiteEagle » 27.02.2009 11:38

Quelle: http://www.bayernwelle.de/

Hintergrundgespräche zur Zukunft der Predigtstuhlbahn

Die Verantwortlichen der Predigtstuhlbahn GmbH haben sich gestern nachmittag mit den Spitzen der Stadtpolitik getroffen, um das weitere Vorgehen nach der Insolvenz der GmbH zu besprechen. Dabei informierte Insolvenzverwalter Klaus Martin Lutz die Politik darüber, dass derzeit Verhandlungen mit Investoren geführt würden, die möglicherweise bei der Predigtstuhlbahn einsteigen wollen. Die Bahn selbst soll weiter fahren. Und Finanzmittel von 20.000 Euro von Seiten der Stadt, die bisher noch nicht abgerufen wurden, sollen jetzt zügig für akut anstehende Zahlungen verwendet werden, z.B. für Energie.

Was die gastronomische Versorgung der Gäste auf dem Berg angeht, möchte der Insolvenzverwalter in den nächsten Tagen einen Pachtvertrag mit einem selbständigen Betreiber abschließen: er soll die Bewirtschaftung am Predigtstuhl und in der Schlegelmulde in den kommenden Monaten sicherstellen.

Vergangene Woche beantragten die Verantwortlichen der Predigtstuhlbahn GmbH völlig überraschend Insolvenz. Offensichtlich gibt es ein Finanzloch von 400.000 Euro, weil sich ein Gesellschafter aus der Unternehmenskasse bedient haben soll. (26. Februar 09)
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Beitragvon WhiteEagle » 01.03.2009 12:14

Quelle: http://www.bayernwelle.de/

EKLAT AM PREDIGTSTUHL
Die Situation rund um die insolvente Predigtstuhlbahn GmbH scheint zu eskalieren. Der (offenbar) designierte neue Pächter der Gastronomie am Predigtstuhl, Thomas Berger, möchte den Betrieb auf dem Berg wohl sofort übernehmen. Nach Angaben Bergers gebe es seit Freitag abend einen rechtsgültigen Pachtvertrag – deshalb sei er ab sofort der neue Pächter, und deshalb traf er am Samstag vormittag im Berghotel ein, um die Geschäfte offiziell zu übernehmen.

Der Direktor des Hotels am Predigtstuhl, Michael Kirchhoff, möchte sich diese „feindliche Übernahme“ (Zitat Kirchhoff) aber nicht gefallen lassen. Er hält den Vertrag für rechtlich nicht gültig. Seiner Meinung nach habe der neue Insolvenzverwalter gar kein Recht, einen Pachtvertrag mit Thomas Berger abzuschließen.

Nach unseren Informationen gab es am Samstag Vormittag einen handfesten Streit, im Zuge dessen Kirchhoff sogar die Polizei rief. (28. Februar 09)
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Beitragvon WhiteEagle » 02.03.2009 10:02

Quelle: http://www.bayernwelle.de/

Predigtstuhl: Thomas Berger kümmert sich um Gastronomie

Hotelier und Gastronom Thomas Berger hat gestern vormittag die gastronomische Bewirtschaftung auf dem Predigtstuhl in Bad Reichenhall aufgenommen. Berger soll ab sofort das Hotel und auch die Almhütte Schlegelmulde bewirtschaften. Laut eigener Aussage sei der gestrige erste Tag auch bereits sehr erfolgreich verlaufen.

Der Pachtvertrag mit dem Insolvenzverwalter der Predigtstuhl wurde am Freitag abend geschlossen. Der bisherige Direktor des Predigtstuhlhotels, Michael Kirchhoff, zweifelte die Rechtmäßigkeit dieses Vertrages am Samstag noch an, hat mittlerweile aber offenbar eingelenkt. (02. März 09)
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Beitragvon Waldläufer » 02.03.2009 13:14

Da bin ich ja gespannt, wer die 400.000 Euro bezahlt, damit es weitergeht.
Sonst wird halt nurmehr unsereins oben sein, Wirtschaft hin oder her, vielleicht wollen es die Bergeister so :oops:
Vielleicht sollte man das Geld ins Sozialprojekte stecken bei den vielen Arbeitslosen, deren es ja noch sehr viel mehr werden.

LG

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Re: Entwicklungen am Predigtstuhl bei Bad Reichenhall

Beitragvon WhiteEagle » 20.05.2013 09:24


http://blog.berchtesgadener-land.com/20 ... eroffnung/
Fast könnte man sagen: alles bleibt beim alten - ohne Jesusstatue und russischen oder emiratischen Wellnesspark-Investoren.
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