Mongolischer Schamanismus

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Mongolischer Schamanismus

Beitragvon dröhnende hufe » 04.01.2007 14:41

Hallo aus Freiburg und frohes neues Jahr! (Das ist der bearbeitete Eintrag für Lisa! :D

Auf der Seite http://mongoleifilm.de/zweiter/sites/film_VBH.php findet Ihr alles zum Film "VOM BLAUEN HIMMEL".

Der Film wurde im Sommer 2005 im nördlichsten Teil der Mongolei, nahe der sibirischen Grenze gedreht. Er handelt von Mongolischem Schamanismus. VOM BLAUEN HIMMEL hatte am 01. September 2006 in Freiburg Deutschlandpremiere. Rund 250 begeisterte Zuschauer waren dabei und lauschten im Anschluß den Klängen der Musikgruppe "Börte" (Bekannt von der Filmmusik von "Die Geschichte vom weinenden Kamel" und "Die Höhle des gelben Hundes").

Auf der Filmseite gibt es neben dem Trailer auch die Filmgalerie und viele weitere spannende Informationen. (Unter der Rubrik "Bilder" lassen sich durch ein Drop-Down-Menü die Fotoalben auswählen)

Und ganz nebenbei: Seit der 1. Sonderausgabe der DVD (leider vergriffen) ist zur Zeit die 2. Auflage in Pressung und direkt über die Produktionsfirma AVINTH Medienproduktion vorzubestellen. (info@mongoleifilm.de).

VOM BLAUEN HIMMEL wird 2007 in einigen Kinos in D, AT und, CH anlaufen. Auf der Homepage werden die Termine ständig aktualisiert.

Viele Grüße aus Freiburg

Die Dröhnende Hufe!
Zuletzt geändert von dröhnende hufe am 04.01.2007 18:35, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon mondina » 04.01.2007 17:26

Hab die DVD seit April 2006 zu Hause.... Hatte mir mehr vorgestellt unter dem Titel und der Ankündigung.
LG Mondina
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Beitragvon Ysgawen » 04.01.2007 17:34

jajaja, das passt... einfach reingaloppieren und nicht mal Grüß Gott sagen...

halbernst gemeint
von Lisa (die auf solche Weise schlecht zu Käufen zu motivieren ist)
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an mondina

Beitragvon dröhnende hufe » 04.01.2007 18:10

Hallo Mondina, hallo Lisa,

Lisa: erstmal Entschuldigung für das "Reinplatzen". War nicht so gemeint. Ist immer so eine Sache, wenn etwas dazwischen kommt und ich dann ein Posting schnell fertig machen muß. Gefällt mir auch nicht, so auf die Schnelle zu schreiben.

Mondina: Vielen Dank für das -zwar nicht so positive- Feedback. Gerne würde mich Deine genauere Meinung zum Film interessieren. Bekanntlich -und zum Glück- sind ja alle Meinungen verschieden und so gibt es auch zu VOM BLAUEN HIMMEL allerverschiedenste Meinungen. Wär ja auch schlimm und langweilig, wenns nicht so wäre.

Ich kann nur vorab soviel sagen, daß das Besondere an VOM BLAUEN HIMMEL das unverfremdete ist. Keine beschwörende Trommelzeremonien unter einem Sternenhimmel und knisterndem Feuer. "Der Betrachter soll die Kostbarkeiten dieser Kultur der Schamanen der Mongolei entdecken und auch verstehen, was ursprünglicher Schamanismus bedeuten kann.“ [Zitat] Natürlich sind 60 Minuten Spiellänge viel zu kurz, um eine Jahrtausendalte Hochkultur zu erklären und zu zeigen.

Es ist immer interessant, sich über diese Meinungen zu unterhalten, die/der Eine ist hin- und weg von dem Film. Der/dem Anderen fehlt mehr Mystik, Tänze ums Feuer und Magische Plätze. Und genau das ist der Haken, dies hat nämlich mit dem ursprünglichen (mongolischen) Schamanismus nichts zu tun. Das ist meistens der Punkt, wo sich bei diesem Film die Meinungen trennen.

Viele Grüße

Die Dröhnende Hufe
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Beitragvon beewoman » 04.01.2007 21:57

Bei dem Film ist mir nie ganz klar geworden, was die langen Sequenzen mit dem indischen Trommler da zu suchen haben, wenn ich den auch echt gut finde.
Schamanische Rituale wie ich sie verstehe finde ich im Film nicht. Ich kenne keinen mongolischen Schamanen, der seine Rituale filmen lässt, Fotos sind erst nach ausdrücklicher Erlaubnis gestattet und haben Seltenheitswert. Das macht Sinn aus dem Verständnis der Schamanen heraus. Gut erklärt fand ich den Umstand, dass es kein leichtes Unterfangen ist, mongolische Schamanen zu einem gemeinsamen Projekt zu bewegen und warum dies so ist. Man kann das gut beobachten bei der gemeinsamen Zeremonie, bei der eine handvoll Schamanen -ich möchte mal sagen- in sehr kontrollierter Trance jeder für sich agieren. Das fand ich spannend.
Insofern ist die Ankündigung vielleicht etwas zu vollmundig geraten, fürs behutsame Heranführen an den mongolischen Schamanismus und von der Fotografie her ist die Dokumentation aber ganz gut gelungen.

Nur meine ganz persönliche Meinung.

Lieben Gruss aus München von Eva
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an eva

Beitragvon dröhnende hufe » 04.01.2007 22:38

hallo eva,

danke für deine message!

die sache mit dem trommler kann ich dir erklären (wobei wenn du den film gesehen hast, müsstest du das ja wissen, da es genau erklärt wird).

der trommler ist ganesh anandan. er ist ein teilnehmer des internationalen musikfestivals "roaring hooves". da dieses treffen der schamanen im rahmen von roaring hooves ins leben gerufen wurde, ergibt sich doch ein interessanter dialog zwischen einem indischen rahmentrommler und den zusammenhang zwischen den schamanistischen trommeln. Ein Austausch der Kulturen.

Deine Aussage, daß Du die Schamanischen Rituale "wie Du sie kennst" im Film nicht wiederfindest, finde ich sehr interessant und auch bestätigt Deine Aussage den Sinn und die Botschaft des Films. Was sind typische schamanistische Rituale? Oftmals wird der Ursprung dieser wertvollen Kultur, also dem (mongolischen) Schamanismus, welcher jahrtausende zurückliegt, insbesondere in der westlichen Welt sehr verkannt und mißbraucht.

Der Film lässt die Schamanen von verschiedenen Minoritäten des Landes, welche tausende von Kilometern voneinander entfernt leben, über Ihren Werdegang berichten. Interessant ist hierbei, wie sie alle zum Schamanen geworden sind und daß das "Schamane sein" keineswegs immer eine Freude ist. Sie werden dazu berufen, ob sie es wollen oder nicht, eine Bürde, die sie nicht ablegen können. Die Mongolen würden niemals freiwillig zu einem Schamanen gehen und um einen Lehrgang in den Grundlagen des schamanistischen Handelns bitten. Die Auffassung finde ich ist das spannende an dem Film.

Was die Filmerlaubnis angeht: Allein die Tatsache, daß diese Aufnahmen existieren, macht diesen Film doch so wertvoll (dies bestätigt doch Deine Aussage). Es war wohl auch nicht bei allen Schamanen erlaubt, zu filmen. Im Übrigen werden ja auch hauptsächlich die Gespräche gezeigt. Schamanen mögen nur nicht heimlich oder mit Blitz fotografiert werden. Ansonsten -wie Du schon sagtest- nur mit ausdrücklicher Genehmigung. Das Filmteam hatte im Übrigen als einzige Anwesende eine ausdrückliche Drehgenehmigung.

Die Mongolei hat sogar einen Staatsschamanen, welcher in der Mongolei und in anderen asiatischen Ländern sehr angesehen ist. Zu ihm kommen Menschen um sich einen Rat und Hilfe zu holen, aus allen Gesellschaftsschichten: Nomaden, Städter, Politiker, Bauarbeiter, Parlamentsabgeordnete. Der Staatsschamane z.B. hat für die Drehaufnahmen ausdrücklich zugestimmt. Lediglich Licht ist nicht erlaubt...

Ganz klar ist mir auch nicht der Begriff "kontrollierte Trance". Meintest Du damit die relative Ruhe in den kraftvollen Zeremonien?

Eine gute Überleitung zu meinem persönlichen Fazit zum Film: Wer in diesem Film wilde Tänze mit Trommeln rund ums funkelrote Feuer unter Sternenhimmel erwartet, ist hier falsch. Mongolische Rituale können sich über Stunden, ja gar über Tage oder Wochen hinziehen. Die Zeremonien sind meistens sehr ruhig und kraftvoll. "Jenseitsreisen" werden nicht zum "Vergnügen" unternommen. Schon gar nicht in gemeinsamen Gruppen. Spannend auch hierbei, daß vorerst auch kein einziger der Schamanen zu diesem Treffen kommen wollte, da "jeder nach eigener Einschätzung das Zentrum der Welt ist"[Zitat]. Er ist -wie Du schon sagtest- eine behutsame Heranführung an den mongolischen Schamanismus. Anders kann man meiner Meinung nach auch nicht an dieses sensible Thema heranführen und schon gar nicht in 60 Minuten Laufzeit.

Also wie schon gesagt: Wie bei jedem Film gibt es auch hier immer verschiedene Meinungen, welche jeder für sich selber bilden soll!

Viele Grüße

Die Dröhnende Hufe!

PS: Die "handvoll Schamanen" sind die 9 wichtigsten und angesehensten Schamanen der Mongolei, ein Land, 4 mal so groß wie Frankreich mit nur 2,5 Mio. Einwohnern.
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Beitragvon beewoman » 05.01.2007 00:23

Hallo Roaring,
danke für Deine Antwort und darf ich gleich fragen: bist Du der Filmemacher, oder inwiefern involviert? Ich finde es interessant, Informationen aus erster Hand zu bekommen und bei völkerkundlichen Dokumentationen finde ich das "making of..." oft spannender als den Film selbst. Ist meine spezielle Eigenheit ;-).

Die "kontrollierte Trance" war eine eher hilflose Beschreibung von mir, mir fällt im Moment kein besserer Begriff ein. Im Film hatte ich den Eindruck, dass die Schamanen sich gegenseitig beobachten und keiner wirklich völlig ausser sich geraten will, wie ich es bei Zeremonien Einzelner schon erleben konnte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass es so sein sollte, oder dass sie gefilmt wurden oder ich täusche mich einfach.

Die "handvoll" Schamanen, die ich erwähnte, war gewiss nicht wertend gemeint (ich hatte nur die genaue Zahl nicht mehr im Kopf, sorry).
Interessieren würde mich in dem Zusammenhang, wie in der Mongolei festgelegt wird, wer die neun wichtigsten Schamanen sind.
Einen ganz grossen Gefallen könntest Du mir tun, wenn Du mir die Namen der neun Schamanen nennen kannst, und welchen Völkern sie angehören. Wenn Du darfst und willst. Dazu habe ich auf dem DVD-Cover leider keine Angaben gefunden.

Lieben Gruss aus München von
Eva
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Die Schamanen der Mongolei

Beitragvon dröhnende hufe » 05.01.2007 07:31

hallo eva,

danke für die rückmeldung. nein, ich bin nicht der filmemacher. ich stehe nur der mongolei -und stand "roaring hooves"- sehr nahe.
ich möchte die antwort verkürzen, da mir nicht viel zeit bleibt:

Alle Informationen zu den Schamanen findest Du im Internet unter:

http://www.mongoleifilm.de/zweiter/sites/Schamanen.php

(8 Schamanen sind hier gelistet)

Irgendwo auf der Filmseite sollte auch ein Link zum Bericht von den Dreharbeiten aus erster Hand sein.

Bei detaillierten Fragen würde ich schon direkt den Filmemacher fragen.

Viele Grüße

RH
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Re: Mongolischer Schamanismus

Beitragvon sonne19732 » 24.03.2010 18:53

Hallo ich war selber in der Mongolei und habe mir ein Pferd gemietet und bin durch das Land gereist.
Man kann sich die Tiere mieten oder auch sich eins kaufen für kurze Zeit. Kommt vom Preis teilweise auf das selbe heraus.
Darauf gekommen bin ich durch eine China Reise. Wir sind über die Mongolei geflogen und wir waren fasziniert. China und die mongolische Kultur sind sehr interessant und ich habe mir dort Horoskope erstellen lassen unter anderem auch ein Reisehoroskop.
Als ich dann zuhause die Reise plante habe ich mir für den Aufenthalt in der Mongolei ein chinesiches Horoskop erstellen lassen. Mittlererweile gibt es ja auch in Deutschland sehr gute Seiten dazu. Empfehlen kann ich www.chinahoroskpe.net
Wir sind dann auch vor Ort mit der buddhistsichen lamaistischen schamanischen Tradition in Berührung gekommen. War schon etwas wie in Tibet.
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Re: Mongolischer Schamanismus

Beitragvon Rabin » 24.03.2010 20:03

Vielen Dank für Deinen Beitrag!
Erzähl doch mal mehr, das interessiert mich. Auch Dein Kontakt zum Buddhismus.

Liebe Rüße, Rabin
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Re: Mongolischer Schamanismus

Beitragvon PC-Schamane » 29.03.2010 20:28

@sonne19732
Der von dir angegebene Link führt leider ins Nirvana.
Ich nehme an, du meinst http://www.chinahoroskop.net ?

LG,
Matthias
Willst du wertvolle Dinge sehen,
so brauchst du nur dorthin zu blicken,
wohin die Menge nicht sieht.
(Laotse)
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Re: Mongolischer Schamanismus

Beitragvon Rabin » 30.03.2010 19:04

bei mir funktioniert auch nur der link von PC-Schamane

aber was sollen die Horoskope in Zshang mir Schamanismus der Mongolei :oops:
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