Bienensterben

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Beitragvon Ysgawen » 09.04.2007 23:29

Zwar stößt mir auf, dass manche Artikel schon z.B. von 2003 stammen, grad zusammengetragen und Bild toppt es noch, weil dort von diesem extrem kalten letzten Winter :shock: :?: :shock: geschrieben wird... naja... wie schon woanders gesagt, seit Jahren ist es ein Thema, vor allem für die Imker, weil das Imkersterben genauso rasch voranschreitet wie das der Bienen. Wir habens sogar schon mal überlegt, aber es ist mir zu aufwendig (würd ja doch alles an mir hängen bleiben an Arbeit). Werd aber mal ein paar Adressen anschreiben, wie wir vielleicht zumindest die Wildbienen etwas unterstützen könnten. Hornissen lieben unser Haus ja... Hummeln auch, die beiden Gattungen zumindest vertragen sich recht nah zusammen (vor allem wahrscheinlich, weil beide von Natur aus wahnsinnig friedfertig sind)

Das wär für mich noch eine Möglichkeit, Wildbienen halt wenigstens...

Danke fürs Anstupsen
sagt Lisa
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Beitragvon sanfte Pfote » 11.04.2007 14:08

Hallo Ysqawen

Danke für deinen Beitrag

Da dieses Thema in meiner Mitgliedervorstellung aufgetaucht ist....
war mein Gedanke diesbezüglich einen seperaten Thread zu eröffnen.
Mit ein paar Links....
von dieser Milbe hatte ich bisher noch nichts gehört....
allerdings aber dass die einheimische Biene bei uns verdrängt wird durch eine andere Bienenart.
Es gibt scheinbar mehrere Ursachen....
Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten im Garten anbieten in Form von Blumen und blühende Sträucher
als Beispiel ist bestimmt sinnvoll.

Grüße sanfte Pfote
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Beitragvon Ysgawen » 11.04.2007 14:53

Hallöchen,

grad komm ich von einem Spaziergang mit der Tochter und uns ist das Fehlen der Honigbienen wirklich ins Auge gefallen. Ich bin ja viel draußen und weiß, wie das normal summen und brummen müsste, wenn der Löwenzahn blüht. Einzelne Wildbienen haben wir gesehen. Allerdings sind bei unserem Aprikosenbäumchen ziemlich alle Blüten wohl bestäubt worden, sonst würden ja keine kleinen Apris dran hängen (freu).

Angebot gäbs bei uns jedenfalls auch rundum reichlich, nur reicht das vielleicht nicht (weil gedüngt und gespritzt wird, zwar nicht so krass wie in vielen Gebieten, aber doch).

Von den LInks hat mich der über die Urchristen am meisten angesprochen. Es geht ja auch - und vielleicht sogar überwiegend - um die Liebe. Ist bei Pflanzen so - wie sollte es bei Bienen und anderen Geschöpfen anders sein. Wenn Du mit dem Buch fertig bist, würd ich mich freuen, ein wenig von Dir zu lesen (bevor ich es mir kauf)

Liebe Grüße von Lisa
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Beitragvon sanfte Pfote » 11.04.2007 15:16

Hallo Ysgawen

ich hab Gestern zwei Bienen fotografiert jeweils auf einer Löwenzahnblüte....
auch auf einen Sparziergang....

das spritzen generell nicht gut ist seh ich an anderem wie z.B. an Schlüsselblumen
wenn ich da an meine Kindheit zurückdenke
so wie wenn die Rappsfelder in Blüte stehen
genauso muß man sich Schlüsselblumenmeer vorstellen soweit das Auge reicht....
Tja ist lange her....

ohne Liebe geht nichts.... :lächle....

Ähmmm was für ein Buch .... ???? hab ich irgendwo was geschrieben das ich ein Buch zu diesem Thema lese?


LG sanfte Pfote
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Beitragvon Ysgawen » 16.04.2007 10:31

:oops: ich hab Dich mit georgia verwechselt... entschuldige bitte!

Hab grad eine recht schöne Seite über Nisthilfen gefunden, ist wohl net so schwierig, ihnen Wohnraum anzubieten (und die Kids bohren eh gern rum) Da ist für jeden Geschmack was dabei (so edel werden unsere nicht werden, eher rustikal wahrscheinlich :P

http://www.nabu.de/m05/m05_06/00959.html

Grüße von Lisa
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Beitragvon sanfte Pfote » 16.04.2007 23:20

Hallo Ysgawen


ist ja nichts passiert, hab mich nur gewundert... dafür brauchst du dich nicht entschuldigen.

Super danke für den Link mal sehn wie kunstvoll dies gebastelt wird ;-)
soll ja den zweck erfüllen und keinen schönheitspreis gewinnen :lachen

Hab am letzten Sonntag nen Schmetterling gesehn, an den oberen Flügelspitzen orange....
bisher mir total unbekannt....
und heut im Fernsehn Sendung "unkraut" zeigten sie auch diese Art Schmetterling (unteranderem)
ich hab den namen vergessen fängt aber mit A an....
Die haben in der Sendung gesagt das unsere Heimischen Schmetterlinge richtung norden ziehen werden.
und bei uns im südlichem deutschland vom süden andere farbenprächtigere arten einwandern werden.


Grüße sanfte Pfote
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Beitragvon Ysgawen » 17.04.2007 09:54

Oh, ich fands unaufmerksam von mir, Dich zu verwechseln, aber es war wohl das Bienensummen :D

Unsere Kids sind 17, 15 und 12, vor allem die Große ist aber auch jetzt schon wieder für Wald- und Wiesenunternehmungen zu haben. Im Augenblick schwächelt nur der Jüngste bissi.

Mir ist gestern eingefallen, dass die Baumstümpfe was mit den Bienen zu tun haben könnten, indirekt, thematisch. Da wollte ich vor allem den Waldläufer fragen (hallo, wink). Rein gefühlsmäßig hätte doch der Borkenkäfer soviel zu fressen, wenn man die Wälder nicht immer total säubern würde, dass die gar nicht an gesunde Bäume gehen würden. Oder gibts einfach nicht mehr genug gesunde Bäume? Und in diesen fast schon staubgesaugten Wäldern finden doch viele Tiere jetzt keine Heimat mehr, die in "totem" Holz wohnen oder sich davon ernähren... ich hab immer ein ungutes Gefühl, wenn zuviel rumgeräumt wird und alles fast schon Wohnzimmerordnung haben soll in der Natur, aber vielleicht lieg ich da total falsch

Liebe Grüße von Lisa
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Beitragvon Waldläufer » 17.04.2007 11:34

Hallo Lisa!

Das Problem ist, wenn Überholz in den Wäldern bleibt, welches noch frisch ist, also im September geschlagen wird, und der herbst noch länger warm ist, zieht der Borkenkäüfer in dieses Holz. Damit die Weibchen kommen, wird ein Sexualstoff am Einbohrloch verströhmt. Jetzt riechen das die Weibchen, und wissen da wartet ein wunderbarer Rammler, den will ich mir unbedingt geben. Das heisst, Überholz riecht nach Tod, und das zieht die Männchen an un die bereiten die Rammlerkammer vor. Jetzt passiert es aber, dass auf dem Weg der nach Tod riechenden Bäume auch gesunde angeflogen werden, liegen ja direkt am Weg. Wenn keine schon längere Trockenheit herrscht, und die Bäume noch vital sind, ersticken sie die Käfer beim einbohren mit Harz. Es ist nur in Mischwäldern mit fichte Tanne Buche kein größeres Problem. Bei den Monokulturen und der Klimaerwärmung wird das in den nächsten Jahren zur großen Katastrophe. Wo noch dazu die Stürme dazukommen, das Holz erst im späten Frühjahr aufgearbeitet wird, und dann Monate lang liegt, bis es in die Sägewerke geliefert werden kann, da die Säger jetzt merken es gibt sehr viel Holz, und daher nicht den hohen Preis zahlen wollen, und zusätzlich nicht so viele Frächter am Markt Tätig sind als notwendig. Die Sägeindustrie sperrt zu, und nimmt die Waldbesitzer in den Schwitzkasten, bis das die zum Schlechten Preis liefern. Dann dauerts noch Monate, weil die Mengen zu groß sind. Somit regelt die Natur mit Erwärmung und Sturm und mit Hilfe der Säger und die wiederum füttern die Käfer und das alles dafür damit endlich die Mischwälder wieder kommen. Denn sie sind desswegen so wichtig, da das Trinkwasser länger am selben Ort gehalten wird, als bei Flachwurzler Fichte, und die Blattbäume auch mehr CO2 speichern, und mehr Sauerstoff produzieren. Als keine Katstrophen und großem zukünftigen Nutzen. Die Natur zerstört nur was der Mensch wegen Geld falsch gepflanzt hat.
Die Nadelwä´lder versaueren zusätzlich unsere Böden und Grundwasserspiegel.
Trinke aus einer Quelle im Wald wo fichte wächst und zum vergleich von Laubwald. Es ist 2. energetischer, da Tiefwurzler mehr Mineralien nach oben befördern, und keine Nadeln zur Versauerung auf den Boden bringen.
Überholz von Fichte gehört raus aus dem Wald, von Laub sollte es unbedingt drinn bleiben, 1. wegen Käfer, 2. wegen Humus.

LG

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Beitragvon Ysgawen » 17.04.2007 12:56

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Irgendwas in die Richtung hab ich vermutet, also, dass es letztendlich ein Versuch ist, das Gleichgewicht wieder herzustellen (durch "Erzwingen" von Mischwäldern)

Werd auch das nächste Mal, wenn ich in einer Schule lesen kann, vielleicht das mit den Nistkästen für Wildbienen anregen (wär ja toll, wenn die Lehrer das im Heimat- und Sachkundeunterricht bringen und realisieren könnten, möchten).

Gestern hab ich mich unter unsern Miniapfelbaum gesetzt und auf Bienen gewartet. Da ist mir das alte Kinderlied wieder eingefallen: Summ summ summ, Bienchen summ herum. Habs dann gesungen und bissi gesummt und - ich weiß nicht, ob das reine Einbildung ist - plötzlich hatte ich das Gefühl, ein wenig mehr Gäste wären um die Blüten geflogen, besonders angelockt hat das Lied offenbar die Hummeln (naja, ich erzähl das lieber nicht viel rum, sonst schicken die Nachbarn mir doch noch den Lalüwagen mit den Turnschuhmännern)

Liebe Grüße von Lisa
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Beitragvon Waldläufer » 17.04.2007 14:23

Ja Lisa das funktioniert so wie du´s erlebt hast. Ich hab am Donnerstag einen Vortrag über das Wesen Baum, und da erzähl ich einige Geschichten.
Sie werden mich trotzdem nicht einliefern. Ich werde ihnen nur sagen zum Schluss, dass sie jetzt den Mund zumachen können.

LG

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Beitragvon sanfte Pfote » 17.04.2007 14:57

Hallo Ysgawen

Weißt du wie oft ich in letzter zeit unaufmerksam bin :lol:
sowas kann passieren und ist wirklich nicht schlimm...
vielleicht hast ja eine hellseherische vision gehabt.... was für ein buch ich grad lese;-)

Danke für die auskunft 3 kids obwohl die 17 jährige sich bestimmt der bezeichnung "kids" sträuben wird....

das ist ne gute idee bienenbehausungen anbieten und evtl. auf diesem weg schule basteln....

wenn die liegengebliebenen bäume im wald ohne rinde wären wärs nicht so tragisch mit den borckenkäfern....
aber wer entrindet die bäume vorort? :lol:
da es heuer ein trockener frühling ist mit sommerlichen themperaturen hat die fichte wenig harzprudoktion....
und so ein einziges borkenkäferweibchen ist ja sehr produktiv bei der anzahl von nachkommen wird einem gleich schlecht
wenn man daran denkt.

war schon immer für mischwälder aber ich bin ja auch kein waldbesitzer wo gerade stämme für holzweiterverarbeitung gefällt werden (fichte)
schon alleine wegen evtl. sturmschäden im wald sind mischwälder einfach besser.
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Beitragvon AdDigDifWorld » 17.04.2007 20:40

sanfte Pfote hat geschrieben:Hab am letzten Sonntag nen Schmetterling gesehn, an den oberen Flügelspitzen orange....
bisher mir total unbekannt....
und heut im Fernsehn Sendung "unkraut" zeigten sie auch diese Art Schmetterling (unteranderem)
ich hab den namen vergessen fängt aber mit A an....


Oh ja, der ist uns auch schon aufgefallen! Hatten wir vorher noch nie gesehen, und jetzt schon einige davon... War aber bisher zu faul, unseren Tierführer zu befragen. ;-)

Liebe Grüße,
Adrian *der heute nicht für Bienen, sondern für Katzen gebaut hat*
Ahou Mitakuye Oyasin!
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Beitragvon Ysgawen » 18.04.2007 13:00

Also, diese Lehrerin ist echt super!! Gleich voll eingestiegen, ein Vater ist Imker, da hat sie sofort mögliche Aktivitäten ins Auge gefasst. Weil ich u.a. eine Geschichte über eine Linde, in der Bienen auch eine schöne Rolle spielen, lesen werde, wird sie sich drum kümmern, dass wir auch unter den Schullinden sitzen können :D
Es ist schön, mal wieder eine richtig begeisterte Lehrerin zu treffen. Sie geht mit den Kindern viel raus in Wald und Wiesen. Unsere hatten in der 3. Klasse eine Lehrerin, die immer nur Arbeitsblätter ausmalen ließ :roll:

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Beitragvon sanfte Pfote » 01.05.2007 04:41

AdDigDifWorld hat geschrieben:
sanfte Pfote hat geschrieben:Hab am letzten Sonntag nen Schmetterling gesehn, an den oberen Flügelspitzen orange....
bisher mir total unbekannt....
und heut im Fernsehn Sendung "unkraut" zeigten sie auch diese Art Schmetterling (unteranderem)
ich hab den namen vergessen fängt aber mit A an....


Oh ja, der ist uns auch schon aufgefallen! Hatten wir vorher noch nie gesehen, und jetzt schon einige davon... War aber bisher zu faul, unseren Tierführer zu befragen. ;-)

Liebe Grüße,
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Hallo Adrian

Bild

Aurorafalter


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Mhhhh Hundehütte passt nicht ;-)
aber vielleicht ein Kratzbaum? :lol:

grüße sanfte Pfote


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Hallo Ysgawen


schön zu lesen so fügt sich alles eins zum anderen :-)


Grüße sanfte Pfote
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