Bauernregeln

Lexikon der schamanischen Begriffe (Um sich das Googlen zu sparen)

Moderator: Moderatorenteam

Bauernregeln

Beitragvon WhiteEagle » 25.02.2005 10:08

feine Sache - die Liste der Bauernregeln:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bauernregeln

hier ein Auszug:

[b]
Januar
Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.
Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt's zur Ernt' viel Korn und Klee.
Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.
Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß.
[Bearbeiten]
1. Januar: Neujahr, Hochfest der Mutter Maria
Wie St. Kathrein (25.11.) wird's Neujahr sein.
Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
Die Neujahrsnacht hell und klar, deutet auf ein reiches Jahr.
Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag'.
Wenn's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
Am Neujahrstage Sonnenschein, lässt das Jahr uns fruchtbar sein.
[Bearbeiten]
2. Januar: Markarius
Wie das Wetter am Markarius war, so wird der September trüb oder klar.
[Bearbeiten]
6. Januar: Hl. Drei Könige, Erscheinung des Herrn
Von Weihnachten bis zum Dreikönigstag, auf's Wetter man wohl achten mag, denn wie das Wetter sich da verhält, so ist es die neuen Monate bestellt.
Wenn bis Dreikönig kein Winter ist, kommt keiner.
Wie sich das Wetter vom Christfest bis Dreikönig hält, ist es meist auch danach bestellt.
War bis zu Dreikönig kein rechter Winter, dann kommt auch keiner mehr dahinter.
Ist's bis Dreikönig kein rechter Winter geworden, holt er sich danach auch keinen Orden.
Ist bis Dreikönig kein Winter geworden, verdient er bis Ostern auch keinen Orden.
Kam bis Dreikönig der Winter nicht, dann kommt er auch bis Ostern nicht.
Zeigt der Winter bis Dreikönig selten sein grimmiges Gesicht, dann zeigt er es auch bis Ostern nicht.
Heilig Drei König sonnig und still - der Winter vor Ostern nicht weichen will.
Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel Wein in diesem Jahr.
Ist Dreikönig hell und klar, gibt's guten Wein im neuen Jahr.
[Bearbeiten]
8. Januar: Erhard / Severin
St. Erhard mit der Hack', steckt die Feiertag in den Sack.
Der Erhard mit der Hack', der steckt Weihnachten in den Sack.
Wenn es dem Severin gefällt, dann bringt er mit die große Kält'.
[Bearbeiten]
15. Januar: Habakuk
Spielt auch die Muck' um Habakuk, der Bauer nach dem Futter guck.
Die Schnake, die hat leichtes Spiel, bringt der Januar der Wärme viel.
Jedoch sticht uns're Mücke nicht - schwillt auch nicht Habakuk's Gesicht.
[Bearbeiten]
16. Januar: Theobald
Der Theobald, der Theobald, der macht unsere Häuser kalt.
Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen.
[Bearbeiten]
17. Januar: Antonius
Wenn an Antonius die Luft war klar, gibt es ein recht trockenes Jahr.
Große Kälte am Antoniustag, machmal nicht lange halten mag.
Der Antonius mit dem weißen Bart, wenn's da nicht regnet, er mit dem Schnee nicht spart.
Um Antonius nehmen die Tage zu um eine kleine Mönchesruh'.
[Bearbeiten]
20. Januar: Fabian / Sebastian
An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an.
Um Fabian und Sebastian, da fängt er Baum zu saften an.
Sturm und Frost an Fabian, ist allen Saaten wohlgetan.
Fabian im Nebelhut, der tut den Bäumen gar nicht gut.
Fabian im Nebelhut, der tut den Pflanzen gar nicht gut.
Sebastian je kälter und heller - dann werden Scheuer und Fässer um so völler.
Tanzen um Fabian schon die Mücken, muss man später den Kühen das Futter bezwicken.
Sonnenschein um Fabian und Sebastian, der lässt den Tieren das Futter ausgah'n.
Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an.
[Bearbeiten]
21. Januar: Agnes
Wenn Agnes und der Vinzenz (22.01.) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.
Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag.
Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.
Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne.
[Bearbeiten]
22. Januar: Vinzenz
Wie's Wetter am St. Vinzenz war, so kann's auch sein das ganze Jahr.
Wie um Vinzenz unser Wetter war, so wird es sein das ganze Jahr:
Schönes Wetter bringt Gewinn, d'rum merk' den Tag in deinem Sinn.
Scheint die Sonne an Vinzenzi blass, mit gutem Wein füllt sie das Fass.
An dem Tag Vinzenzius, jede Rebe treiben muss.
An Vinzenzi voller Sonnenschein, der lässt uns hoffen auf Korn und Wein.
Vinzenzi Schein - bringt viel Wein.
Auf St. Vinzenz Sonnenschein, der bringt dem Winzer guten Wein.
Hat der Vinzenz Wasserflut, ist es für den Wein nicht gut;
schüttet es gar in die Wann' - o weh, wie wird er dann?
Geht der Vinzenz im Schnee, so gibt es viel Heu und Klee.
An St. Vinzent, da hat der Winter noch kein End'.
[Bearbeiten]
25. Januar: Pauli Bekehrung
Am Tage Pauli Bekehr - der halbe Winter hin, der halbe Winter her.
St. Paulus kalt mit Sonnenschein - da wird das Jahr wohl fruchtbar sein.
Je kälter unser Pauli und auch heller - desto voller werden Scheuer und Keller.
Wenn die Sonne am Paulustag lacht, wird auch ein gutes Jahr gebracht.
Wird es aber schneien oder regnen, kann uns ein mäßiges Jahr begegnen.
Scheint die Sonne schön an Pauli Bekehrung, dann bringt es den Früchten gute Bescherung.
Ist an Pauli Bekehr das Wetter schön, werden wir ein warmes Frühjahr seh'n; ist es aber feucht und schlecht, dann kommt das Frühjahr spät als fauler Knecht.
Wenn die Sonne am Paulustage scheint, wird stets ein gutes Jahr gemeint. Wird es aber schneien oder regnen, kann uns ein mäßiges Jahr begegnen.
Wenn's an Pauli regnet oder schneit, dann folget eine teure Zeit.
Ist es an Paulus klar, kommt ein gutes Jahr.
Hat er Wind, regnet's geschwind.
Wenn's aber regnet oder auch schneit, wird teuer das Getreid'.
Ist der Nebel stark, füllt Krankheit den Sarg.
Doch Gott allein - der wendet alle Pein.
[Bearbeiten]
30. Januar: Martina
An Martina Sonnenschein, verheißt viel Frucht und guten Wein.
Scheint an Martina die Sonne mild, ist sie der guten Ernte Bild.
Wenn der Jänner viel Regen bringt, werden die Gottesäcker gedüngt.
Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein.
[Bearbeiten]
31. Januar: Virgilius
Friert es stark um Virgilius, im März viel Kälte kommen muss.
Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
[Bearbeiten]
Februar
Der Feber muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.
Wenn im Feber die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.
Spielen die Mücken im Februar, frier'n Schaf' und Bien' das ganze Jahr.
Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt's der März gefrieren.
[Bearbeiten]
2. Februar: Mariä Lichtmess, Darstellung des Herrn
An Lichtmess fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.
Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
Auf Lichtmess lasst es Winter sein, dann kommt der Frühling bald herein.
Nach Lichtmess kann's gern Winter sein, dann kommt der Frühling früh herein.
Gibt's an Lichtmess Sonnenschein, wird's ein später Frühling sein.
An Lichtmess Sonnenschein, der bringt noch viel Schnee herein;
gibt es aber Regen und keinen Sonnenblick, dann ist der Winter fort und kehrt nicht mehr zurück.
Scheint an Lichtmess die Sonne klar, gibt's noch späten Frost und kein fruchtbar' Jahr;
doch wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, dann ist der Frühling nicht mehr weit.
Um Lichtmess hell und schön - da wird der Winter niemals geh'n.
Fällt Regen um Lichtmess nieder, dann kommt auch der Winter kaum wieder.
Wenn's zu Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt;
scheint jedoch die Sonne froh - dann Bauer, verwahr' dein Stroh.
Je stürmischer es um Lichtmess ist, desto sicherer ein gutes Frühjahr ist.
Um Lichtmess sehr kalt, wird der Winter nicht alt.
Es wird gewöhnlich sehr lang kalt, wenn der Nebel zu Lichtmess fallt.
Scheint an Lichtmess die Sonne, geraten die Bienen gut.
Um Lichtmess Lerchengesang, macht um den Lenz nicht bang.
Singt die Lerche jetzt schon hell, geht's unserm Bauern an das Fell.
Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woche, geht er auf 4 Wochen wieder zu Loche.
[Bearbeiten]
3. Februar: Blasius
St. Blasius stößt dem Winter die Hörner ab.
[Bearbeiten]
5. Februar: Agatha
Am Fünften, am Agathentag, da rieselt das Wasser den Berg hinab.
Agathe, unsere Gottesbraut, die macht, dass Schnee und Eis wegtaut.
Den Tag der heiligen Agathe, der war oftmals reich an Schnee.
An St. Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und Wein.
[Bearbeiten]
6. Februar: Dorothea
Manchmal bringt die Dorothee uns den allermeisten Schnee.
Die Heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee.
St. Dorothee gibt den meisten Schnee.
Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag.
[Bearbeiten]
9. Februar: Apollonia
Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da.
Ist's an Apollonia feucht, der Winter oft sehr spät entfleucht.
[Bearbeiten]
12. Februar: Eulalia
St. Eulalia Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein.
[Bearbeiten]
14. Februar: Valentinstag
Am Tage des St. Valentein, da friert das Rad samt Mühle ein.
Hat der Valentin viel Regenwasser, dann wird der Frühling noch viel nasser.
[Bearbeiten]
18. Februar: Simon
Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.
Friert es um den Simon plötzlich, dann bleibt der Frost nicht lang "gesetzlich".
Nach dem Simonstage soll uns der Frost nicht lange plage'.
[Bearbeiten]
22. Februar: Petri Stuhlfeier in Antiochien
Der Klemens (23.11.) uns den Winter bringt,
St. Petri Stuhl dem Frühling winkt;
den Sommer bringt uns St. Urban (25.05.),
der Herbst fängt nach dem Barthel (24.08.) an.
Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier, friert's noch vierzehnmal heuer.
Weht es sehr kalt um Petri Stuhl, denn bleibt's noch 14 Tag kuhl.
Die Nacht zu "Petri Stuhl" zeigt an, was wir noch 40 Tag für Wetter han.
Ist Petri Stuhlfeier kalt, dann hat der Winter noch 40 Tage Gewalt.
War's in der Petersnacht sehr kalt, dann hat der Winter noch lange Gewalt.
Ist St. Petrus kalt, hat die Kält' noch lang Gewalt.
Petri Stuhlfeier kalt, da wird der Winter sehr alt.
Gefriert es in der Petersnacht, dann auch noch lang das Eise kracht.
Hat Petri Stuhlfeier noch viel Eis und viel Ost (= Wind), dann bringt der Februar noch starken Frost.
Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter seine Kraft.
Ist's noch so kalt um Petri Stuhl, dann bleibt's nicht mehr lange so kuhl.
Ist es mild und nach Petri offen der Bach, dann kommt auch kein großes Eis mehr nach.
Wenn zu St. Petri die Bäche sind offen, wird später kein Eis mehr auf ihnen getroffen.
Ist an Petrus das Wetter gar schön, dann kann man bald Kohl und Erbsen säen.
Schließt Petrus die Wärme auf und der Matthias (24.02.) dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.
[Bearbeiten]
24. Februar: Matthias
Schließt Petrus (22.02.) die Wärme auf und der Matthias dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.
Der Matthias bricht's Eis, doch sacht', sonst kommt die Kälte im Frühjahr zu Macht.
Der Matthias, ja der bricht das Eis, und hat er kein's, so macht er ein's.
War es an Matthias kalt, dann auch der Frost noch lang anhalt'.
Ist es an St. Matthias kalt, dann hat die Kälte noch lang Gewalt.
Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert es noch 14 Tage;
wenn noch so schön die Lerche singt - die Nacht bringt neue Plage.
Trat Matthias stürmisch ein, dann kann's bis Ostern Winter sein.
Hat der Matthias endlich seine Hack' verloren, dann wird der Joseph (19.03.) schon das Eis durchbohren.
Die Sonne an Matthias, die wirft 'nen heißen Stein in's Eis.
Der Matthias hat uns lieb, er gibt dem Baum den ersten Trieb.
Nach dem Matthais, da geht kein Fuchs mehr über's Eis.
Nach dem Matthais, da trinkt die Lerche aus dem Gleis.
Wenn der Matthias kommt herbei, dann legt das Huhn das erste Ei.
Bald nach dem Matthiastag, da springen die Frösche in den Bach.
Imker, am Matthiastag, deine Biene fliegen mag.
[Bearbeiten]
28. Februar: Roman
Februar warm - Frühling kalt.
St. Roman hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr.
War der Romanus hell und klar, bedeutet es ein gutes Jahr.
An Romanus und Lupizinius - unsere Sonne scheinen muss.
[Bearbeiten]
30. Februar: Humorius
Am 30. Februar ganz gewiss, immer schönes Wetter ist.
Am 30. Februar hat Petrus frei, da ist ihm der Winter einerlei.
[Bearbeiten]
März
Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
Ein fauler, feuchter März ist jedes Bauern Schmerz.
Märzgrün ist bald wieder hin.
Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.
Wie's im März regnet, wird's im Juni regnen.
Gibt's im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
[Bearbeiten]
1. März: Albin
Regnet's stark an Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss.

[Bearbeiten]
3. März: Kunigunde
Kunigund macht warm von unt'.
Lachende Kunigunde, die bringt uns frohe Kunde.
(Denn Regen an diesem Tag sollte kein gutes Zeichen für die kommende Ernte sein!)
War Kunigunde tränenschwer, so bleibt oft die Scheuer leer.
Ist die Kunigunde tränenschwer, bleiben Scheuer und Fass oft leer.
Wenn es schon donnert um die Kunigund, dann treibt es der Winter noch lange bunt.
Wenn es an Kunigunden friert, der Frost noch 40 Nächte regiert.
[Bearbeiten]
6. März: Fridolin
Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin.
Nach Fridolin, da zieht der Winter hin.
Mit ihren Schafen wieder hin, so zieh'n die Schäfer an Fridolin.
Nach dem Tag des Fridolein, da muss der Pflug auf dem Felde sein.
[Bearbeiten]
7. März: Perpetua / Felizitas
Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras.
[Bearbeiten]
10. März: 40 Märtyrer/40 Ritter
Wie das Wetter auf 40 Märtyrer fällt, 40 Tage dasselbe anhält.
40 Ritter mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch 40 Tage weh.
Die 40 Ritter gar noch mit Eis und Schnee, die tun den Öfen noch lange weh.
Wie es an 40 Ritter wittert, wittert es noch 40 Tage.
Regen den die Vierzig senden, wird erst nach 40 Tagen enden.
Wie unser Wetter auf 40 Ritter fällt, es sich noch 7 Wochen hält.
[Bearbeiten]
11. März: Rosamunde
Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sybilla (29.04.) uns gelind.
[Bearbeiten]
12. März: Gregor
Weht um Gregori stark der Wind, noch 40 Tage windig sind.
Gregor zeigt dem Bauern an, dass im Feld er säen kann.
Der Gregor zeigt dem Bauern an, ob er die Saat jetzt säen kann,
denn so, wie sich Gregori stellt, so muss er mit der Saat auf's Feld.
Um den Tag des St. Gregor, da kommen auch die Schwalben vor.
An Gregor kommt die Schwalbe über des Meeres Port -
und an Bartholomäus (24.08.) ist sie dann wieder fort.
Nach dem Tag des Gregorei, legt auch die wilde Ent' ihr Ei.
[Bearbeiten]
17. März: Gertrud
Sonniger Gertrudentag, Freud' dem Bauer bringen mag.
Ist Gertrud sonnig, wird's dem Gärtner wonnig.
Die Gertrud mit dem frommen Sinn, sie ist die erste Gärtnerin.
[Bearbeiten]
19. März: Joseph
Hat der Matthias (24.02.) endlich seine Hack' verloren,
dann wird der Joseph schon das Eis durchbohren.
Ist es an Josephus klar, wird es ein gesegnet' Jahr.
Ist's am Josephstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr.
Ist es am Josephstage schön, dann kann es nur gut weitergeh'n.
[Bearbeiten]
20. März: Frühlingsanfang
Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang.
Wie das Wetter um den Frühlingsanfang, so hält es sich meist den Sommer lang.
Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet.
[Bearbeiten]
21. März: Benedikt
Wie das Wetter sich zeigt nach Benedikt eine Woche lang,
so zeigt's sich auch den ganzen Sommer lang.
Der Benedikt leitet deine Hand, säest du mit ihm die Frucht in's Land.
Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt säen.
Willst du Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie nach St. Benedikt.
St. Benedikt, der macht die Möhren dick.
Nach Benedikt, da achte wohl, dass man den Hafer säen soll.
Nach Benedikt, da achte wohl, dass man jetz alles säen soll.
Nach des Benedikten Tag, man Erbsen und Zwiebeln legen mag.
[Bearbeiten]
25. März: Mariä Verkündigung
War vor Mariä Verkündung der Nachthimmel hell und klar, bedeutet es ein gutes Wetterjahr.
An Mariä Verkündung hell und klar, ist ein Segen für das ganze Jahr.
Schöner Verkündungsmorgen befreit von vielen Sorgen.
Sternenmengen am Verkündungsmorgen befreit den Landmann von vielen Sorgen.
Ist Mariä schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll'.
Die Maria bindet die Reben auf und nimmt auch noch leichten Frost in Kauf.
Kommen noch Nebel nach diesem Tag - den Reben kein Frost mehr schaden mag.
An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum.
Wenn Maria sich verkündet, dann Storch und Schwalbe heimwärts findet.
Hat's nach der Mariennacht gefroren, dann werden noch 40 Fröste geboren.
[Bearbeiten]
26. März: Ludger
Ist es um Ludger draußen feucht, dann bleiben auch die Kornböden leicht.
[Bearbeiten]
27. März: Rupert
Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er's auch im Juli sein.
[Bearbeiten]
April
Der April tut, was er will.
Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn.
Je eher im April der Schlehdorn blüht, je früher der Bauer zur Ernte zieht.
Heller Mondschein im April schadet den Blüten nicht.
Aprilschnee ist der Grasbrüter.
[Bearbeiten]
1. April: 1. April
Scherz verscheut Unheil.
Den 1. April musst du gut übersteh'n, dann kann dir nichts Böses mehr gescheh'n.
Säen am 1. April verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel.
[Bearbeiten]
2. April: Rosamunde
Bringt die Rosamunde viel Sturm und auch Wind, ist er viel später uns gelind.
[Bearbeiten]
3. April: Christian
Wer an Christian säet Lein', bringt schönen Flachs in seinen Schrein.
[Bearbeiten]
4. April: Ambrosius
War's an Ambrosius schön und rein, wird's an Florian (04.05.) um so wilder sein.
Der heilige Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß.
[Bearbeiten]
8. April: Amandus
Wenn es viel regnet um den Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag.
Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n.
[Bearbeiten]
9. April:
Wenn der Kuckuck am 9. April nicht gesungen hat, ist er erfroren.
[Bearbeiten]
10. April: Ezechiel
An Ezechiel, dem 100. Tag nach Neujahr, da säe Leinsamen, dann gedeiht er wunderbar.
Ezechiel, mach schnell, mach's fein, tu deinen Lein' in's Geld hinein.
[Bearbeiten]
14. April: Tiburtius
Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck und die Nachtigall.
Wenn der Tiburtius schellt, dann grünt der Garten und das Feld.
Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach.
Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen.
Nach dem Tiburtiustag alles, alles grünen mag.
[Bearbeiten]
15. April: "Kuckuckstag"
Der 15. April, der Kuckuckstag heißen will.
Am 15. April der Kuckuck rufen soll, und müsste er rufen aus einem Baum, der hohl.
[Bearbeiten]
23. April: Georg
Georg kommt nach alten Sitten auf einem Schimmel angeritten.
(Schimmel = die letzten Schneeflocken des Frühlings)
Kommt der Georg auf einem Schimmel, dann kommt ein gutes Frühjahr vom Himmel.
Ist's an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter seh'n.
Ist's an Georgi hell und warm, gibt's noch ein Wetter, dass Gott erbarm.
Georg und Markus (25.04.) ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost.
Gab es Gewitter am Georgitag, so folgt gewiss noch Kälte nach.
Auf St. Georg's Güte stehen alle Bäum' in Blüte.
Was bis Georgi die Reben treiben, wird ihnen nicht bis zum Gallus (16.10.) bleiben.
Zu Georgi "blinde" Reben, volle Trauben später geben.
Sind die Reben an Georg noch "blutt" und blind, dann freut sich der Winzer mit Frau und Kind.
Am Georgstag zeigt sich schon die Schwalbe einen Augenblick, und zieht sich dann nochmal zurück.
Kann der Georg im Korn die Krähe verstecken, wird sich das Mehl häufen zu prallen Säcken.
Am Georgstag soll sich das neue Korn schon so recken, dass sich die Krähe drin kann verstecken.
Es deutet eine gute Ernte an, wenn sich zu Georg schon die Krähe im Korn verstecken kann.
Des St. Georg's Pferd, das tritt den Hafer in die Erd.
Der Georgstag, der ist der Pferde Ehrentag.
Georgi bringt grüne Schuh.
(Früher mussten die Kinder ab diesem Tag auf ihre Winterschuhe verzichten.)
[Bearbeiten]
25. April: Markus
Georg (23.04.) und Markus ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost.
Georgus (23.04.) und Marks,
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi (1. Mai),
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai),
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul (29. Juni),
die sind meist nur faul.
Wie jetzt an Markus sich das Wetter hält, so ist es auch oft im Herbst zur Ernte bestellt.
Vor dem Markustag, sich der Bauer hüten mag.
Gibt's an Markus Sonnenschein, dann hat der Winzer guten Wein.
Ist's jetzt um den Markus warm, dann friert man danach bis in den Darm.
Wer erst zu Markus legt die Bohnen, dem wird er's reichlich lohnen;
doch Gerste, die sei längst gesät, denn nach dem Markus ist's zu spät.
An Markus, da versteckt die Socken, unsere Krähe im Roggen.
Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben.
[Bearbeiten]
28. April: Vital
Ist es noch kalt auf St. Vital, dann friert es uns noch fünfzehnmal.
[Bearbeiten]
29. April: Sybille
Bringt Rosamunde (11.03.) Sturm und Wind, so ist Sybilla uns gelind.
[Bearbeiten]
30. April: Walburgisnacht
Regen in der Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht.
In der Walpurgisnacht Regen, bringt uns reichen Erntesegen.
Walpurgisfrost ist schlechte Kost.
Sturm und Wind in der Walpurgisnacht, hat Scheune und Keller vollgemacht.
Auf ihren Besen mit bösem Sinn, reiten die Hexen zum Blocksberg hin.
(Angeblich treffen sich an diesem Tag die Hexen auf dem Blocksberg (= Brocken im Harz.)
[Bearbeiten]
Mai
Donner und Fröste im Wonnemonat, Müh und Arbeit wenig lohnt.
Wenn im Mai die Wichteln schlagen, läuten sie von Regentagen.
Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.
Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.
[Bearbeiten]
1. Mai: Philippus und Jakobus
Georgus und Marks (23. und 25. April),
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi,
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai),
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul (29. Juni),
die sind meist nur faul.
So viele Fröste vor Wenzeslaus (28.09.) fallen, so viele nach Philippi folgen.
Wenn die Sonne gut ist am 1. Mai, gibt es viel Korn und ein gutes Heu.
Wenn es regnet am 1. Mai, dann regnet es auch weiter glei'.
Regnet's am ersten Maientag, viele Früchte man erwarten mag.
Wenn der 1. Mai schellt, grünt das ganze Feld.
Fällt am 1. Mai Reif, so hofft man auf ein gutes Jahr.
Kommt der 1. Mai mit Schall, bringt er Kuckuck und Nachtigall.
Sind Philippus und Jakobus nass, dann hat der Bauer großen Spaß.
Philippi und Jakobi - viel freß' i, wenig hab' i.
(Die Bauern warteten auf die nächste Ernte; sie mussten mit ihren Vorräten auskommen.)
[Bearbeiten]
3. Mai: Kreuzauffindung
Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.
Wenn es am Kreuztag heftig regnet, dann werden alle Nüsse leer und sind nicht gesegnet.
[Bearbeiten]
4. Mai: Florian
War's an Ambrosius (04.04.) schön und rein, wird's an Florian um so wilder sein.
Der Florian, der Florian, noch einen Schneehut setzen kann.
[Bearbeiten]
7. Mai: Stanislaus
Wenn Tränen weint der Stanislaus, das tut uns gar nicht leid,
es werden blanke Heller d'raus, in ganz kurzer Zeit.
(Tränen = Regentropfen / Heller = Silbermünzen aus Schwäbisch Hall)
Wenn sich naht St. Stanislaus, rollen die Kartoffeln aus.
[Bearbeiten]
10. Mai: Gordian
Der Gordian, der Gordian, der richtet oft noch Schaden an.
Dem kleinen Gordian man nicht trauen kann.
Dem Gordian, dem Gordian, man besser niemals trauen kann.
[Bearbeiten]
11. Mai: Mamertus / Eisheilige (allg.)
(Eisheilige = Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie!)

Georgus und Marks (23. und 25. April),
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi (1. Mai),
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai),
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul (29. Juni),
die sind meist nur faul.
Der heilige Mamerz,
der hat von Eis ein Herz;
Pankratius hält den Nacken steif,
sein Harnisch klirrt von Frost und Reif;
Servatius' Hund der Ostwind ist -
hat schon manch' Blümlein totgeküsst;
und zum Schluss, da fehlet nie,
die eisigkalte Sophie.
Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Lumpazi.
Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie.
Mamertus, Pankratius und hinterher Servatius, sind gar gestrenge Herrn,
die ärgern die Bauern und auch die Winzer gern.
Mamertus, Pankratius, Servatius, die bringen oft Kälte und Verdruss,
doch auch der Bonifazi, das ist erst ein Lumpazi.
Pankratius, Servatius, Bonifatius, der Winzer sie beachten muss:
Geh'n sie vorüber ohne Regen, dann bringt's dem Weine großen Segen.
Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.
[Bearbeiten]
12. Mai: Pankratius
Georgus und Marks (23. und 25. April),
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi (1. Mai),
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai),
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul (29. Juni),
die sind meist nur faul.
Wenn's an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.
[Bearbeiten]
13. Mai: Servatius
Georgus und Marks (23. und 25. April),
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi (1. Mai),
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai),
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul (29. Juni),
die sind meist nur faul.
Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachfrost sicher sein.
Nach Servaz kommt kein Frost mehr her, der dem Rebstock gefährlich wär'.
[Bearbeiten]
14. Mai: Bonifatius
Georgus und Marks (23. und 25. April),
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi (1. Mai),
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai),
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul (29. Juni),
die sind meist nur faul.
[Bearbeiten]
15. Mai: Kalte Sophie
Die kalt' Sophie, die bringt zum Schluss, ganz gern noch einen Regenguss.
[Bearbeiten]
16. Mai: Nepomuk
Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht.
Der heilige Nepomuk trieb uns die Wassergüß' zuruck.
Heiliger Nepomuk bring' uns die Wassergüß' zuruck.
(= Umkehrung des vorherigen Spruches, wenn es an diesem Tag zu starken Sonnenschein gab und die Hitze auf den Feldern brannte).
[Bearbeiten]
25. Mai: Urban
Georgus und Marks (23. und 25. April),
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi (1. Mai),
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar,
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul (29. Juni),
die sind meist nur faul.
Der Klemens (23.11.) uns den Winter bringt,
St. Petri Stuhl (22.02.) dem Frühling winkt;
den Sommer bringt uns St. Urban,
der Herbst fängt nach dem Barthel (24.08.) an.
Wie sich das Wetter an Urban verhält, so ist's noch 20 Tage bestellt.
Das Wetter um den St. Urban zeigt auch des Herbstes Wetter an.
Scheint die Sonne hell am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag'; wenn es aber regnet, ist nichts gesegnet.
Viel Sonne bringen muss St. Orben, sonst die Trauben leicht verdorben.
Wenn der Urban kein gut' Wetter hält, das Weinfass in die Pfütze fällt.
Urban, lass' die Sonne scheinen, damit wir nicht beim Weine weinen.
Wie der Urban sein Wetter hat, so findet's auch in der Lese statt.
Der Urban mit viel Sonnenschein, der segnet unsere Fässer ein.
[Bearbeiten]
31. Mai: Petronella / Maria Königin
Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide legen.
Wer erst Hafer sät an Petronell, dem wächst er gerne, gut und schnell.
Ist es klar an Petronell, messt den Flachs ihr mit der Ell'.
Nach schönem Wetter bei Petronell, da messt den Flachs ihr mit der Ell'.
[Bearbeiten]
Juni
Menschensinn und Juniwind ändern sich oft sehr geschwind.
Im Juni kühl und trocken, dann gibt's was in die Milch zu brocken.
Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen.
Gibt's im Juni Donnerwetter, wird gewiss das Getreide fetter.
Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze Jahr.
[Bearbeiten]
1. Juni: Fortunatus
War's an Fortunatus klar, dann gibt's ein gutes Erntejahr.
Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten hat.
[Bearbeiten]
8. Juni: Medardus
An St. Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht.
Wie jetzt der Medardus wettert, solch Wetter 30 Tage zittert.
Wie's Wetter auf St. Medardi fällt, es bis zu Mondes Schlusses anhält.
Was der Medardus für ein Wetter hält, solch' Wetter auch in die Ernte fällt.
Ein sonniger Medardustag, der stillt aller Bauern Klag'.
Ist's an Medardus feucht und nass, regnet's weiter ohne Unterlass.
Regen am Medardustag verdirbt den ganzen Heuertrag.
[Bearbeiten]
10. Juni: Margarete
Regnet's am Margaretentag, dann dauert der Regen 14 Tag'.
Hat die Margaret keinen Sonnenschein, bringt man das Heu nicht trocken ein.
[Bearbeiten]
11. Juni: Barnabas
Nach Barnabas die Sonne weicht, auf Luzia (13.12.) sie wieder zu uns schleicht.
St. Barnabas niemals die Sichel vergaß, er hat den längsten Tag (stimmt nicht!) und das längste Gras.
Mit seiner Sens' der Barnabas, kommt her und schneidet ab das Gras.
Wenn St. Barnabas bringt Regen, dann gibt's reichen Traubensegen.
Regnet es an Barnabas, dann schwimmen die Trauben bis ins Fass.
Der Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut, was vielleicht schon verdorben ist.
[Bearbeiten]
13. Juni: Antonius
Heiliger Antonius, du bist ein braver Mann.
Ich hab' etwas verloren, hilf du mir wieder dran.
Wenn St. Anton gut Wetter lacht, St. Peter (29.06.) viel in Wasser macht.
[Bearbeiten]
15. Juni: Veit / Vitus
St. Veit, der hat den längsten Tag,
die Luzia (13.12.) die längste Nacht vermag.
(Stimmt nicht: Sommersonnenwende ist am 21.06., um 5.14 Uhr)
Nach dem St. Veit, da ändert sich bald die Jahreszeit.
Der alte Vit, der bringt nur Regen mit.
Das Wasser an St. Vit, verträgt die späte Gerste nit.
Regen am St. Vitustag, die Gerste nicht vertragen mag.
Regnet's an St. Veit, Gerste nicht leid't.
O heiliger Vitus, regne nicht,
damit es uns nicht am Korn gebricht,
denn Regen an dem Vitustag,
die Gerste nicht vertragen mag.
Ist der Wein abgeblüht auf St. Vit, so bringt er ein schönes Weinjahr mit.
Nach St. Veit, da ändert sich die Zeit;
dann fängt das Laub zu stehen an,
dann haben die Vögel das Legen getan.
Der Wind, dreht sich um St. Veit, da legt sich's Laub auf die andere Seit'. (Soll angeblich stimmen!)
Nach St. Veit, da legen sich die Blätter auf die andere Seit'.
[Bearbeiten]
19. Juni: Gervasius
Wenn's regnet auf St. Gervasius, es 40 Tage regnen muss.
[Bearbeiten]
21. Juni: Sommeranfang
(= der längste Tag des Jahres: 16 Std. 36 Min.)

Ist die Milchstraße klar zu seh'n, bleibt das Wetter schön.
Funkeln heut' die Stern', spielt der Wind bald den Herrn.
[Bearbeiten]
24. Juni: Johannistag / Geburt Johannes des Täufers
Das Jahr das nimmt ein gutes End', wenn das Johannisfeuer brennt.
Wenn der Johannes ist geboren, dann gehen die langen Tage verloren, denn ab der Zeit von St. Johann, da läuft die Sonn' winteran.
Bis an Johannis wird gepflanzt, ein Datum, das du dir merken kannst.
Wie das Wetter zu Johanni war, so bleibt es viele Tage gar.
An Johanni trocken und warm, das macht keinen Bauern arm.
Vor Johanni bitt' um Regen, denn nachher kommt er ungelegen.
Vor Johanni kann das Land erweichen - nachher reicht's, wenn alte Weiber kreischen.
Wenn bis Johanni kein Regen fällt, ist's um den Rebstock gut bestellt.
Viel Regen am Johannistag - nasse Ernten man erwarten mag.
Regnet's an Johanni in das Fass, wird oft die Erntezeit auch nass.
Tropft's an Johannis in das Fass, wird auch die Rebenernte nass.
St. Johannis Regengüsse verderben uns die besten Nüsse.
Rebenwuchs und Wein - gräbt der Johannisregen ein.
Johannisregen mit Dampf und Qualm, der schlägt das Korn vom Haferhalm.
Am Johannismorgen steht jeder Hafer noch in Sorgen, doch ist die Gerste nicht verdorben.
Vor dem Johannistag, man Gerst' und Hafer nicht loben mag.
Am Johannistag man keine Gerste loben mag.
Erst nach dem Tag von St. Johann, der Bauer sein Korn loben kann.
Wenn die Johanniwürmer glänzen, darfst du richten deine Sensen.
Nach der Sonnenwend' gib acht, da wächst das Getreide auch in der Nacht.
Am St. Johannis Abend leg', die Zwiebeln in ihr kühles Beet.
Bienen, die vor Johanni schwärmen, die tun des Imkers Herz erwärmen.
[Bearbeiten]
26. Juni: Vigilius
Der Regen um Vigilius oft wochenlang dauern muss.
[Bearbeiten]
27. Juni: Siebenschläfer
Ist der Siebenschläfer ein Regentag, dann regnet's 7 Wochen noch danach.
Wenn's an den Siebenschläfern regnet, sind wir mit 7 Wochen Regen gesegnet.
Ist der Siebenschläfer nass, dann regnet's ohne Unterlass.
Der Siebenschläferregen, der bringt dem Lande keinen Segen.
Das Wetter am Siebenschläfertag 7 Wochen bleiben mag.
Wie das Wetter war am Siebenschläfertag, so bleibt es noch Wochen lang danach.
[Bearbeiten]
29. Juni: Peter und Paul / Hochfest der Apostel ...
Georgus und Marks (23. und 25. April),
die bringen oftmals was Arg's;
Philippi und Jakobi (1. Mai),
sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),
das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai),
ist streng fürwahr,
und Peter und Paul,
die sind meist nur faul.
Wenn St. Anton (13.06.) gut Wetter lacht, St. Peter viel in Wasser macht.
Wenn die Sonne am Paulustage scheint, wird damit ein fruchtbares Jahr gemeint.
Ist es schön an Peter und Paul, füllt's uns die Taschen und das Maul.
Wenn Petrus und Paulus zieh'n den Sonnenhut, gerät das Sommerkorn recht gut.
War es an Peter und Paul klar, dann hoffe auf ein gutes Jahr.
Peter und Paul hell und klar, bringt ein gutes Jahr.
Regnet's am St. Peterstag, drohen 30 Regentag'.
Regnet es an Peter und Paul, wir oft des Winzers Ernte faul.
Peter-Paul-Purzel, die beißen ab dem Korn die Wurzel.
(Die grünen Halme gehen in die gelbe Farbe über: es beginnt zu reifen.)
Der Peter und der Paul, die machen dem Korn die Wurzel faul, und nach den Reifetagen kommt es auf den Wagen.
Mit roten Kirschen füllt die Schüssel, St. Peter mit dem Himmelsschlüssel.
Ist es von Petrus bis Laurentius (10.08.) heiß, dann bleibt es im Winter lange weiß.
[Bearbeiten]
Juli
Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.
Wettert der Juli mit großem Zorn, bringt er dafür reicheres Korn.
Ein tüchtig Juligewitter, ist gut für Winzer und Schnitter.
Baut im Juli die Ameis' groß ein Hauf', folgt ein strenger Winter drauf'.
[Bearbeiten]
2. Juli: Mariä Heimsuchung
Wie der Marientag vergeht, so auch der nächste Winter steht.
An Mariä Heimsuchung wird's bestellt, wie's Wetter sich 40 Tage hält.
Wie Maria in's Gebirg' zieht ein, so wird der ganze Juli sein.
Geht Maria über's Gebirg' bei Sonnenschein, wird trocken und sonnig der Juli sein.
Geht Maria über's Gebirg' nass, bleibt leer die Scheune und das Fass;
ist's aber schön an diesem Tag, viel Frucht man sich versprechen mag.
An Mariä Heimsuchung der Regen, tut oft sich 40 Tag nicht legen.
Regnet's an unserer Frauen Tag, so regnet's nachher 40 Tag.
Regnet's am Marientag, gibt's noch viele Regenplag'.
Wie Maria fortgegangen, wird Magdalena (22.07.) die empfangen.
[Bearbeiten]
4. Juli: Ulrich
Bischof Ulrich zeigt uns an, wie's um das Wetter bald wird stah'n.
Wenn es am Ulrichstag gewittert, jede Nuss am Baume zittert.
Viel Regen um den Ulrichstage, gibt unseren Birnen Würmerplage.
Regen am St. Ulrichstag, macht die Birnen stichig-mad'.
Bei Regen am St. Ulrichstag - manche Tage es noch regnen mag;
auch geht dann das Getreide fehl und schlechtes Korn gibt schlechtes Mehl; und die Gewittergüsse, sind verderblich für die Nüsse.
[Bearbeiten]
8. Juli: Kilian
St. Kilian, der heilige Mann, der stellt die ersten Schnitter an.
Bald nach dem Kilian auch das Korn man schneiden kann.
Bald nach dem Tag des Kilian, schneidet das Korn dann jedermann.
St. Kilian ist der rechte Rübenmann.
[Bearbeiten]
10. Juli: Siebenbrüdertag
Die Siebenbrüder das Wetter machen, ob sie nun weinen oder lachen.
Das Wetter der Siebenbrüder geht erst nach 7 Wochen wieder.
Wie das Wetter am Siebenbrüdertag, es oft noch lange bleiben mag.
Wie die sieben Brüder das Wetter gestalten, so soll es bis 7 Wochen halten.
Wie es die sieben Brüder treiben, soll es 7 Wochen bleiben.
Schönes Wetter am Siebenbrüdertag, noch 7 Wochen halten mag.
Baden die Siebenbrüder im Regenwasser, werden sie in 7 Wochen immer nasser.
Ist der Siebenbrüdertag ein Regentag, so regnet's noch 7 Wochen lang danach.
(Gemeint ist hierbei ein langer Dauerregen den ganzen Tag über und nicht etwa nur ein örtlicher Schauer.)
An Siebenbrüder Regen, der bringt dem Bauern keinen Segen.
Der Siebenbrüder-Regen, der bringt uns weder Nutz' noch Segen.
[Bearbeiten]
13. Juli: Margarethe
Die erste Birn' bricht Margareth, und später dann die Ernt' angeht.
Die Margareth hat keinen Zorn, sie führt die Schnitter in das Korn.
Der Margarethentag, der beißt dem Korn die Wurzel ab.
[Bearbeiten]
15. Juli: Tag der Apostelteilung
War die Apostelteilung schön, können auch die Siebenbrüder geh'n.
Wenn an der Apostelteilung der Wind erst ab Mittag weht, im Jahr dann eine große Teuerung steht.
Aus welcher Richtung der Wind aber kommt - in diesem Land alles wohlfeil frommt.
Regen an Alexe wird zur alten Hexe.
[Bearbeiten]
17. Juli: Alexius
Regen an Alexe wird zur alten Hexe.
[Bearbeiten]
20. Juli: Margarethe
Regnet's stark an Margareth, der Regen noch lange vom Himmel weht.
Regen am Margarethentag oft viele Tage dauern mag.
Margarethenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen.
Regen am Margarethentag bringt viel Klag'.
Regnet's am Margarethentag, so regnet es gerne 14 Tag.
Wird die Margareth zum Geburtstag nass, füllt sie vier Wochen das Regenfass.
Wird die Margareth zum Geburtstag nass, dann fällt sie lange ins Regenfass.
Bringt Margarehte 'ne Regenzeit, verdirbt uns Most und Nuss weit und breit.
Regnet's heftig an Margarethen, dann gehen alle Nüsse flöten.
Margarethe nass, gibt für die Backen nur hohle Haselnüss' zu knacken.
An Margarethe Regen und Sturm bringt der Haselnuss den Wurm.
Wenn auf Margarethen Regen fällt ins Laub, so fallen die Walnüsse ab, und die Haselnüsse werden taub.
Die Margareth hat keinen Zorn, sie führt die Schnitter in das Korn.
Der Margarethentag, der beißt dem Korn die Wurzel ab.
Die fromme Margarethe, die bringt den Flachs auf die Beete.
Die erste Birn' bricht Margareth, und bald darauf die Ernt' angeht.
Gegen Margarethen und Jakoben (25.07.), meist die stärksten Gewitter toben.
Nach Margareth und zu Jakoben (25.07.), gerne die Gewitter toben.
[Bearbeiten]
22. Juli: Maria Magdalena
Wie Maria (02.07.) fortgegangen, wird Magdalena sie empfangen.
Drei Tage vor Jakobi (25.07.) Regen, bringt keinen guten Erntesegen,
doch gut sind die Gewitterschauer, wenn sie nur sind von kurzer Dauer.
Vor Jakobi (25.07.) schön drei Tag', das Korn auch gut geraten mag.
Vor Jakobi (25.07.) schön drei Tag', die Ernte gut geraten mag.
Ist das Wetter vor Jakobi (25.07.) drei Tage geheuer, fährt man viel Korn in die Scheuer.
Magdalena weinet gern, denn sie klagt um ihren Herrn.
An Magdalena regnet's gern, weil sie weinet um den Herrn.
Der heiligen Magdalenen, der fehlt's oft nicht an Tränen.
Am Tag der heiligen Magdalen, da kann man schon volle Nüsse seh'n.
Regnet's am Magdalenentag, sind viel Würmer der Nüsse Plag'.
[Bearbeiten]
23. Juli: Apollonaris/Hundstage
Wenn die Sonne in den Löwen geht, die größte Hitze alsdann entsteht
Die Hundstage dauern vom 23.07. bis zum 24.08. = 33 Tage!
Klar muss Apollinaris sein, soll der Bauer sich erfreu'n.
[Bearbeiten]
25. Juli: Jakobus
Je zeitiger im April die Schlehe blüht, um so früher vor Jakobi die Ernte glüht.
Gegen Margareten (20.07.) und Jakoben die stärksten Gewitter toben.
Vor Jakobi schön drei Tag, die Ernte gut geraten mag.
Ist das Wetter vor Jakobi drei Tage geheuer, fährt man viel Korn in die Scheuer.
Um Jakobi heiß und trocken, dann kann der Landmann stets frohlocken!
Ist's schön um den Jakobitag, viel Frucht man sich versprechen mag.
Drei Tage vor Jakobi Regen, bringt keinen guten Erntesegen.
Jakobis Sonne tut die Äpfel salzen,
der Lenz hat sie vorher geschmalzen,
der Barthel (24.08.) gibt ihnen den Geschmack,
und Lambertus (17.09.) bricht sie ab.
Wenn Magd und Knecht an Jakobi schwitzen, müssen sie an Katharina (25.11.) hinterm Ofen sitzen.
Nach Jakobi und der Anne (26.07.), da sollten die Trauben hange.
Ist es an Jakobi hell und warm, ist schon im November der Ofen warm.
Scheint die Sonne um den Jakobstag, hat man zum Christfest kalte Plag'.
Jakobi klar und rein, wird's Christkind frostig sein.
Jakobus in seiner hellen Gestalt, macht auch den Januar uns zu kalt.
[Bearbeiten]
26. Juli: Joachim / Anna
Nach Jakobi (25.07.) und der Anne, da sollten die Trauben hange.
St. Anna klar und rein, wird bald das Korn geborgen sein.
Nach St. Anna klar und rein, wird auch bald der Weizen geborgen sein.
An Annas Tage kühl und trocken, da kann der Bauer stets frohlocken.
Um St. Ann fangen die kühlen Morgen an.
Ist St. Anna erst vorbei, kommt oft der Morgen kühl herbei.
Bald nach dem Tag der Ann', da gehen die kühlen Morgen an.
Baut die Ameise am Annatag hoch ihr Haus, dann fällt der Winter strenge aus.
Wenn die Ameisen werfen am Annatag - ein harter Winter folgen mag.
[Bearbeiten]
August
Weht im August der Wind aus Nord, ziehen die Schwalben noch lange nicht fort.
Nordwinde im August, bringen beständiges Wetter.
Wenn's Federbett im August zu heiß, trägt Honig die Bien' aus der Heide mit Fleiß.
Was Juli und August nicht kochen, kann kein Nachfolger braten.
[Bearbeiten]
1. August: Petri Kettenfeier
An Petri Kett, da sollt' scheinen die Sonne von A bis Zett.
Regnet's stark um Petri Kett, liegt auch das Korn um wie ein Brett.
An Petri Kettenfeier geh'n die Störche fort.
Ist es von Petri bis Laurentius (10.08.) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.
[Bearbeiten]
4. August: Dominikus?
Wenn es heiß ist an Dominikus, ein strenger Winter folgen muss.
[Bearbeiten]
5. August: Oswald / Mariä Schnee
Der Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.
Wenn's an Oswald regnet, wird teuer das Getreid', und wären alle Berge aus purem Mehl bereit't.
[Bearbeiten]
7. August: Afra
An St. Afra Regen ist für den Bauer ungelegen.
[Bearbeiten]
10. August: Laurentius oder Lorenz
Der Sternschnuppen helle Pracht zieht durch die Laurentiusnacht.
Ist es von Petri (01.08.) bis Laurentius heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.
Der Laurentius steht bei den Bauern in Gnaden, weil bald die Gewitter nicht mehr schaden.
Sonnenschöner Lorenz - du machst auch den Herbst zum Lenz.
Auf Laurentius Sonnenschein - folgt gutes Jahr und guter Wein;
doch mäßigen Wein gibt's heuer, wenn der Lorenz ohne Feuer.
Der Lorenztag muss wie ein heißer Stein sein, soll im Herbste guter Wein sein.
St. Lorenz mit heißem Hauch, füllt dem Winzer Fass und Schlauch.
Der Lorenz gibt das Feuer dem Wein, tut er es nicht, kommt nur Wasser hinein.
Sollen sich die Trauben mehren, müssen mit Lorenz die Gewitter aufhören.
An Laurenzi ist es Brauch, da hört das Holz zu wachsen auf.
[Bearbeiten]
13. August: Kassian
Wie das Wetter an Kassian, hält es mehrere Tage an.
[Bearbeiten]
15. August: Mariä Himmelfahrt
Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt, so soll's guten Wein bedeuten, was erwünscht bei allen Leuten.
Schönes Wetter um Mariä Himmelfahrt - verkündet Wein von bester Art.
Hat unsere Frau gut' Wetter, wenn sie 'gen Himmel fährt, sie gewiss auch guten Wein beschert.
Maria Himmelfahrt klar Sonnenschein, bringt gern viel guten Wein.
Es bringt dem Winzen guten Wein, an Himmelfahrt der Sonnenschein.
Um Mariä Himmelfahrt, das wisse, gibt es die ersten Nüsse.
Scheint auch nach Mariä Himmelfahrt die Sonne heiß nach ihrer Art, so freuen sich des Winzers Reben, einen guten Wein zu geben.
[Bearbeiten]
16. August: Rochus
Am Rochustag viel Sonnenschein, der bringt Zucker in den Wein.
Wenn der Rochus trübe schaut, kommen Raupen in das Kraut.
Wenn's an Rochus regnet, ist der Winter mit Wärme gesegnet.
[Bearbeiten]
19. August: Ludwig / Sebald
Wenn im März die Veilchen blüh'n, an Ludwig schon die Schwalben zieh'n.
Regnet es an St. Sebald, dann nahet teure Zeit sehr bald.
Namenstage:

Johannes Eudes, Sebald, Bertulf, Sigberg, Reginlind, Charitas, Cäsilia, Cäcilie
[Bearbeiten]
20. August: Bernhard
Wie der St. Bernhard ist, man auch den September misst.
[Bearbeiten]
24. August: Bartholomäus
Der Klemens (23.11.) uns den Winter bringt,
St. Petri Stuhl (22.02.) dem Frühling winkt;
den Sommer bringt uns St. Urban (25.05.),
der Herbst fängt nach dem Barthel an.
Jakobis Sonne (25.07.) tut die Äpfel salzen,
der Lenz hat sie vorher geschmalzen,
der Barthel gibt ihnen den Geschmack,
und Lambertus (17.09.) bricht sie ab.
Der Barthel hat das Wetter parat, für den Herbst bis an die Wintersaat.
Um Bartholomäus kannst du sehen, wie es um den Herbst mag stehen.
Wie sich der Barthelomäus hält, ist meistens auch der Herbst bestellt.
Wärme soll der Barthel bringen, dann wird uns auch der Wein gelingen.
Der Barthel voller Sonnenglut, macht Wein und Reben stark und gut.
Regen um St. Bartholomä, der tut den Trauben weh.
Regen an Bartholomä tut den Reben bitter weh.
Gewitter um Bartholomä, die bringen oft Hagel und bald frühen Schnee.
Liegt Reif um den Bartheltag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen.
Der Barthelmann, der Barthelmann, der hängt dem Hopfen die Dolden an.
Bleiben die Störche noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut nicht weh.
Wenn die Schwalben jetzt schon ziehen, sie vor naher Kälte fliehen.
Nach dem Tag des Bartholomä, da schreien die Vögel ach und weh.
[Bearbeiten]
28. August: Augustin
Um die Zeit von Augustin geh'n die warmen Tage dahin.
Um den Tag des Augustin, da ziehen die warmen Tage dahin.
[Bearbeiten]
30. August: Felix
Bischof Felix zeiget an, was wir in 40 Tag für Wetter han.
[Bearbeiten]
September
Wenn im September viel Spinnen kriechen, sie den nahen Winter riechen.
Was August nicht vermocht, auch September nicht kocht.
Wie im September der Neumond tritt ein, so wird das Wetter den Herbst durch sein.
Viel Eichel im September, viel Schnee im Dezember.
September warm und kalt, verheißt ein gutes nächstes Jahr.
[Bearbeiten]
1. September: Ägidius
Wie Ägidius sich verhält, so ist der ganze Herbst bestellt.
Ist das Wetter am 1. September schön, so bleibt es 2 Wochen lang besteh'n.
War's an Ägidi schön und rein, wird's den ganzen Monat so sein.
Wie der Hirsch um Ägidi in die Brunft tritt, so tritt er am Michaeli (29.09.) wieder heraus.
Milde am Ägidentag - auf guten Wein man hoffen mag.
Bringt der Ägidius 'nen warmen Tag, folgt ein milder Herbst danach.
Der Ägidiusregen kommt ungelegen.
Wenn's auf alt' Ägidi nässt, der Herbst sich gerne dürr anlässt.
Wenn St. Ägidius bläst ins Horn, heißt es: Bauer sä' dein Korn.
Willst du Korn im Überfluss, so säe um Ägidius;
und hast du's endlich dann gesät, wird nächstes Jahr viel Frucht gemäht.
Nach Ägidi ziehen die Gewitter wieder heim.
Wie der Hirsch an Ägidi in die Brunft wohl geht, so auch das Wetter lange steht.
September schön in den ersten Tagen, will schön den ganzen Herbst ansagen.
[Bearbeiten]
6. September: Magnus
Ein Herbst, hell und klar,
ist gut für das kommende Jahr.
Wie das Wetter am Magnustag,
so es 4 Wochen bleiben mag.
[Bearbeiten]
7. September: Regina
Ist Regine warm und wonnig, dann bleibt das Wetter lange sonnig.
[Bearbeiten]
8. September: Mariä Geburt
Mariä Geburt ziehen die Schwalben furt.
[Bearbeiten]
9. September: Gorgonius
Ist der St. Gorgon schön, wird's Wetter lange so besteh'n.
Rieselt an Gorgon der Regen, so strömt das Wasser auf Gärten und Wegen.
Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Herbst mit wenig Segen.
Brachte uns der Gorgon Regen, folgt oft ein Herbst mit bösen Wegen.
Regnet's am Gorgoniustag, den ganzen Herbst es viel regnen mag.
An Gorgonius starker Regen, dann ist der Herbst ein nasser Segen.
Schüttet's gar am St. Gorgon, ist der Oktober ein Dämon.
Schüttet's am Gorgoniustag - den ganzen Herbst es regnen mag.
[Bearbeiten]
11. September: Felix und Regula / Protus
Wenn's an Protus nicht nässt, sich ein dürrer Herbst erwarten lässt.
Bischof Felix zeigt uns an, was wir 40 Tage für Wetter han.
Wenn's an Felix nicht glückhaft (das Wetter),
der Michel (29.09.) keinen Wein schafft,
dann hat auch der Gallus (16.10.) nur sauern,
auf's Feld für die Bauern.
[Bearbeiten]
12. September: Mariä Namen
An Mariä Namen, da sagt der Sommer Amen.
[Bearbeiten]
13. September: Tobias
Um Tobias, das wisse, da schmecken gut die ersten Nüsse.
[Bearbeiten]
14. September: Fest der Kreuzerhöhung
Ist's hell am Kreuzerhöhungstag, folgt oft ein strenger Winter nach.
[Bearbeiten]
16. September: Ludmilla
St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt Regen gerne und auch Wind.
[Bearbeiten]
17. September: Lambert
Jakobis Sonne (25.07.) tut die Äpfel salzen,
der Lenz hat sie vorher geschmalzen,
der Barthel (24.08.) gibt ihnen den Geschmack,
und Lambertus bricht sie ab.
Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lambert klar und rein.
Auf Lambert hell und klar, folgt ein trocken Jahr.
Recht staubig wird das Frühjahr sein, war der Lamberti hell und rein.
An Lamberti nimm die Kartoffeln 'raus und breite ihr Kraut auf dem Acker aus - der Boden will für seine Gaben ihr "Gerippe" haben.
[Bearbeiten]
18. September: Lantpert
Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lantpert klar und rein.
[Bearbeiten]
21. September: Matthäus
Ist es an Matthäus schön, dann wird's 4 Wochen noch so geh'n.
Hat der Matthäus schönes Wetter im Haus, so hält er's noch 4 Wochen aus.
Wie es der Matthäus treibt, es 4 Wochen noch so bleibt.
Milder Matthies - der macht die Trauben süß.
Matthäus-Wetter hell und rein, das soll den Winzer sehr erfreu'n.
Matthäus-Wetter hell und klar, bringt guten Wein im nächsten Jahr.
Wenn Matthäus weint statt lacht - er aus Wein oft Essig macht.
Tritt Matthäus stürmisch ein, wird's oft ein harter Winter sein
Tritt Matthäus stürmisch ein, wird's bis Ostern Winter sein.
Tritt jetzt der Matthäus ein, dann soll die Saat vollendet sein.
Die Wintersaat gar wohl gerät, wenn man sie bis Matthäus sät.
[Bearbeiten]
22. September: Moritz / Mauritius
Ist der St. Moritz hell und klar, dann stürmt's im Winter, das ist wahr.
Gewitter um Mauritius, die bringen viel Schaden und Verdruss.
[Bearbeiten]
23. September: Herbstanfang
Stellt sich am Herbstanfang viel Nebel ein, so wird viel Schnee im Winter die Folge sein.
[Bearbeiten]
25. September: Cleophas
Nebelt's oder regnet's an Cleophas, wird oft der ganze Winter nass.
[Bearbeiten]
26. September: Kosmas / Damian
Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an.
(= Ankündigung der dunklen Jahreszeit)

[Bearbeiten]
28. September: Wenzel
So viele Fröste vor Wenzeslaus fallen, so viele nach Philippi (01.05.) folgen.
[Bearbeiten]
29. September: Michael
Wenn's an Felix (11.09.) nicht glückhaft (das Wetter),
der Michael keinen Wein schafft,
dann hat auch der Gallus (16.10.) nur sauern,
auf's Feld für die Bauern.
Wenn Michaelis der Wind kalt weht, ein harter Winter zu erwarten steht.
Wie der Hirsch um Ägidi (01.09.) in die Brunft tritt, so tritt er an Michaeli wieder heraus.
Ist die Nacht vor Michaeli klar und hell, steht ein harter Winter vor der Schwell'.
Hat an Michaeli die Sonne keinen Schleierrand, hat das schöne Wetter 4 Wochen noch Bestand.
Kommt der Michel heiter und schön, dann soll's 4 Wochen noch so geh'n.
Kommt der Michel heiter und schön, kann's lange noch so geh'n.
Regnet's sanft am Michaelistag, sanft auch der Winter werden mag.
Regnet's an Michaeli ohne Gewitter, dann wird auch im Winter die Kälte nicht bitter.
Tritt auf St. Michael Regen ein, dann soll der Winter milde sein,
doch auf nassen Michaelistag, ein nasser Herbst auch folgen mag.
Michael mit Nord und Ost, deutet auf 'nen scharfen Frost.
Es holt herbei St. Michael die Lampe wieder und das Öl.
Sind um Michel die Vögel noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter wir.
[Bearbeiten]
Oktober
Oktoberhimmel voller Stern hat warme Öfen gerne.
Schneit's im Oktober gleich, dann wird der Winter weich.
Viel Eicheln und Buchnüssen im Oktober lassen einen strengen Winter erwarten.
Wenn die Bienen zeitig verkitten, kommt bald ein harter Winter geritten.
Je früher das Laub im Oktober fällt, desto fruchtbarer das nächste Jahr.
[Bearbeiten]
1. Oktober: Remigius
Regen an St. Remigius bringt für den ganzen Mond Verdruss.
[Bearbeiten]
3. Oktober: Leodegar
Fällt schon viel Laub an Leodegar, dann ist das nächste ein fruchtbar Jahr.
[Bearbeiten]
6. Oktober: Bruno
St. Bruno, der Kartäuser, lässt Fliegen in die Häuser.
[Bearbeiten]
8. Oktober: Pelagius
Der St. Pelei, der führt oft Regen, Donner und Hagel herbei.
[Bearbeiten]
11. Oktober: Burkhard
An Burkhardi Sonnenschein, der schüttet Zucker in den Wein.
[Bearbeiten]
15. Oktober: Hedwig
Wenn jetzt der Zugvogel so zeitig geht, der Winter schon vor der Türe steht.
Die Hedwig und der Galle (16.10.), die machen das schöne Wetter alle.
Es schweigt der Vögel Sang und Schall, nach der St. Hedwig und St. Gall (16.10.).
[Bearbeiten]
16. Oktober: Gallus
Was bis Georgi (23.04.) die Reben treiben, wird ihnen nicht bis zum Gallus bleiben.
Wenn's an Felix (11.09.) nicht glückhaft (das Wetter),
der Michael (29.09.) keinen Wein schafft,
dann hat auch der Gallus nur sauern,
auf's Feld für die Bauern.
Die Hedwig (15.10.) und der Galle, die machen das schöne Wetter alle.
Ist's an Gallus mild und trocken, so folgt vom Sommer noch ein Brocken.
So trocken wie St. Gallen, wird auch der nächste Sommer fallen.
Ist St. Gall trocken, so folgt ein Sommer mit nassen Socken.
Im Oktober, am Gallustag, den Nachsommer man erwarten mag.
Um den St. Gallentag, man den Nachsommer erwarten mag.
Wenn an St. Gallus Regen fällt, der Regen sich oft bis zur Weihnacht hält.
Regnet's sehr stark am Gallentag, auch ein nasser Frühling kommen mag.
Gießt's an Gallus wie ein Fass, wird auch der nächste Sommer nass.
An St. Gall - der erste Schneefall.
War der St. Gallus nass, macht auch die Spätlese keinen Spaß.
Musste der Gallus ein Wasserträger sein, ist es kein gutes Zeichen für den Wein.
Soll der Winzer sich besten Weines erfreu'n, muss der Gallus noch sein wie ein "Sommerlein".
Auf St. Gallentag muss jeder Apfel in seinen Sack.
Spätestens nach dem Gallus, der Apfel in den Sack muss.
Gallus vorbei, Äpfel und Birnen sind frei.
Wenn der Gallus kommt, hau ab den Kohl, der schmeckt im Winter trefflich wohl.
Nach dem St. Gall, da erntet man die Rüben all.
Ab St. Gall bleibt die Kuh im Stall.
Nach St. Gall, da muss auch die Kuh in den Stall.
[Bearbeiten]
18. Oktober: Lukas
Ist's um Lukas mild und warm, dann kommt ein Winter, dass Gott erbarm.
Wer bis an Lukas Roggen streut, im nächsten Jahr es nicht bereut.
St. Lukas, der Evangelist, bringt späten Regen ohne Mist.
[Bearbeiten]
20. Oktober: Wendelin
St. Wendelin, verlass' uns nie, schirm' unser'n Stall, schütz' unser Vieh.
[Bearbeiten]
21. Oktober: Ursula
St. Ursulas Beginn, der zeiget auf den Winter hin.
An Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Juda (28.10.) d'rein.
Die Ursel räumt das letzte Kraut herein - sonst schneit's d'rein.
[Bearbeiten]
23. Oktober: Severin
Wenn es dem Severin gefällt, dann bringt er mit die erste Kält'.
[Bearbeiten]
25. Oktober: Krispin und Krispinian
Zu Krispin, da gehen die Fliegen hin.
[Bearbeiten]
28. Oktober: Simon und Judas
War an Simon und Juda kein Wind und kein Regen da, dann bringt ihn meist die Cäcilia (22.11.).
Simon und Juda, diese zwei, die führen oft den Schnee herbei.
Simon und Jude, die schmeißen Schnee auf die Bude.
Simon und Judae, die hängen an die Stauden Schnee.
Simon und Juda, die regieren das Weihnachtswetter.
Wenn Simon und Juda vorüber sind, kommt bald des Winters Frost und Wind.
Wenn Simon und Juda sind vorbei, dann ist der Weg zum Winter frei;
es sitzen beide heil'gen Herrn am warmem Kachelofen gern.
[Bearbeiten]
31. Oktober: Wolfgang
An St. Wolfgang Regen, verspricht ein Jahr voller Segen.
Am Wolfgangregen ist viel gelegen.
[Bearbeiten]
November
November hell und klar, ist übel fürs nächste Jahr.
Friert im November zeitig das Wasser, dann ist's im Januar um so nasser.
Blühen im November die Bäume aufs neu, währet der Winter bis zum Mai.
Wenn's im November donnern tut, wird das nächste Jahr wohl gut.
[Bearbeiten]
1. November: Allerheiligen
An Allerheiligen Sonnenschein - dann tritt noch Nachsommer ein;
doch ein später Altweibersommer tut nicht gut und steht er auch in aller Heiligen Hut.
An Allerheiligen Sonnenschein, da tritt ein übler Nachsommer ein.
An Allerheiligen feucht, da wird der Winter nicht leicht.
Wenn der Winter nicht vor Allerheiligen kommt, er auch dem Heil'gen Martin (11.11.) nicht frommt.
Allerheiligen Reif, macht die Weihnacht starr und steif.
Wenn's zu Allerheiligen schneit, dann lege deinen Pelz bereit.
Soll der Winzer glücklich sein, tritt an Allerheiligen die Sonne ein.
[Bearbeiten]
2. November: Allerseelen
Um Allerseelen kalt und klar, macht auf die Weihnacht alles starr.
[Bearbeiten]
3. November: Hubertus
Bringt Hubertus schon Schnee und Eis, bleibt's oft den ganzen Winter weiß.
Wie der Hubertus kommt, so es dem Jäger frommt.
[Bearbeiten]
6. November: Leonhard
Wenn es an St. Leonhard schneit, dann ist der Winter nicht mehr weit.
[Bearbeiten]
11. November: Martin
Kommt jetzt der St. Martin an, zeigt er des Winters Wetter an.
An Martini Sonnenschein, da tritt ein kalter Winter ein.
Bringt der St. Martin Sonnenschein, tritt oft ein kalter Winter ein.
Der "Sommer", den uns St. Martin beschert, genau 3 volle Tage währt.
Dem Wolfsmonat (beginnt 3 Tage nach Martini), dem ist nicht bange, denn der "Martinssommer", der währt nicht lange.
Ist es um Martini hell, dann kommt oft der Winter schnell.
Ist's um Martini klar und rein, dann bricht bald der Winter ein.
Ist der Martinstag ein trüber Tag, folgt oft ein gelinder Winter nach.
Martini trüb - Winter lieb.
Einem trüben Martinstag, kein strenger Winter folgen mag.
Ist der Martini trüb und feucht, dann wird gewiss der Winter leicht.
Wolken am Martinstag - der Winter unbeständig werden mag.
Wenn um Martini Nebel sind, dann wird der Winter meist gelind.
St. Martin kommt nach alter Sitten, auf einem Schimmel (= Schnee) angeritten.
St. Martin reitet auf 'nem Schimmel hinein in den Himmel.
Hat der Martini einen weißen Bart, dann wird der Winter lang und hart.
Um den Tag des St. Martin, liegt oft schon Schnee auf dem Kamin.
Gibt's an Martini noch Laub an den Reben, kann's einen strengen Winter geben.
Wenn alles Laub nicht bis Martini fällt, dann gibt's 'nen Winter mit großer Kält'.
Ist bis Martini jeder Baum schon kahl, dann macht uns der Winter keine Qual.
Mit den Federn der Martinsgans, begann oft der Schneeflockentanz;
doch wenn die Martinsgans schon auf dem Glatteis geht, das Christkind dann im Trockenen steht.
Bei fetter Gans und Saft der Reben, da lasst den heil'gen Martin leben.
[Bearbeiten]
15. November: Leopold
Der heilige Leopold, der ist oft dem Altweibersommer hold.
[Bearbeiten]
16. November: Otmar
Um Otmar von St. Gallen gern die weißen Flocken fallen.
[Bearbeiten]
17. November: Salome
Die St. Salome, die bringt gern Reif und Schnee.
[Bearbeiten]
19. November: Elisabeth
Es kündet die Elisabeth, was für ein Winter vor uns steht.
Die Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann.
[Bearbeiten]
21. November: Mariä Opferung
Ist es an Maria Opferung klar und hell, dann wird der Winter streng und fehl.
Ist Maria Opferung so schön bestellt, dass auch die Biene noch Ausflug hält, so ist das nächste Jahr fürwahr, ein böses teures Hungerjahr.
[Bearbeiten]
22. November: Cäcilia
War an Simon und Juda (28.10.) kein Wind und kein Regen da, dann bringt ihn die Cäcilia.
Wenn es an Cäcilia schneit, dann ist der Winter nicht mehr weit.
Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterszeit.
[Bearbeiten]
23. November: Klemens / Kolumban
Der Klemens uns den Winter bringt,
St. Petri Stuhl (22.02.) dem Frühling winkt;
den Sommer bringt uns St. Urban (25.05.),
der Herbst fängt nach dem Barthel (24.08.) an.
Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er in mildes Gesicht.
Spätestens an Kolumban, da kündigt sich der Winter an.
[Bearbeiten]
25. November: Katharina
Wenn Magd und Knecht an Jakobi (25.07.) schwitzen, müssen sie an Katharina hinterm Ofen sitzen.
Wie das Wetter um Kathrein, so kann's oft auch im Winter sein.
Wie das Wetter um Kathrein, so wird's auch am Jahresende sein.
Wie St. Katharein wird's Neujahr sein.
Die St. Kathrein, die lässt den Winter ein.
Um die Zeit von St. Katrein, da wintert's gerne bei uns ein.
Die Kathreine, die hält den Winter im Schreine.
Die Katharina kommt oft weiß daher, doch dann wird der Winter nicht allzu schwer.
Der Katharinenschnee, der tut Kohl und Saaten weh.
Wie es um Kathreine, ob trüb oder reine, so auch der nächste Februar scheine.
Wenn es schon wintert am Katharinentag, dann kommt der Eismond (= Februar) sehr gemach.
Ist es an Katharinen schön, wird man einen milden Februar seh'n.
War es an Kathrein fast schön, wird auch der Februar angenehm.
War's wolkig am Katharinentag, gedeihen die Bienen gut danach.
Kathrein stellt den Tanz ein.
(= Beginn der "festlosen" Zeit)

[Bearbeiten]
26. November: Konrad
Der Konrad und die Käther (= Kathrein / 25.11.), die bringen oft das Winterwetter.
Der Konrad und auch die Kathrein (25.11.) die knien sich bald in den Dreck hinein.
Noch niemals stand ein Mühlenrad an Konrad, weil er Wasser hat.
[Bearbeiten]
27. November: Virgil
Friert es auf Virgilius, im März noch Kälte kommen muss.
[Bearbeiten]
29. November: Saturnin / Sernin
Heut' am Tag des Saturnin, da ziehet unser Herbst dahin.
[Bearbeiten]
30. November: Andreas
Schau in der Andreasnacht, welch' Gesicht das Wetter macht:
So wie es ausschaut, das ist wahr, gibt's ein gutes oder schlechtes Jahr.
Um Andreas hell und klar, bringt uns allen ein gutes Jahr.
Hält Andreas den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.
Andreasschnee tut Korn und Weizen weh.
Wirft herab Andreas den Schnee, so tut es dem Korn mit dem Weizen weh.
Der Andreasschnee liegt oftmals 100 Tage und wird für Grün und Korn dann eine Plage.
[Bearbeiten]
Dezember
[Bearbeiten]
1. Dezember: Eligius
Fällt auf Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte wohl 4 Monate dauern mag.
[Bearbeiten]
2. Dezember: Bibiana
Wenn's regnet am Bibianstag, regnet's 40 Tage und 1 Woche danach.
[Bearbeiten]
4. Dezember: Barbara
Nach Barbara die Sonne weicht, auf Luzia (13.12.) sie wieder herschleicht.
Wie der Barbaratag, so wird auch der Christtag.
Geht Barbara im Grünen, kommt's Christkind im Schnee.
Die Barbara im weißen Kleid, verkündet heiße Sommerzeit.
Jetzt Zweige schneiden an St. Barbara, die Blüten sind bis zu Weihnacht da.
[Bearbeiten]
6. Dezember: Nikolaus
Regnet's an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus.
St. Nikolaus, der spült die Ufer aus.
Wenn's schneit, dass es Fetzen geit, dann ist der Winter nicht mehr weit.
[Bearbeiten]
13. Dezember: Lucia
Nach Barnabas (11.06.) die Sonne weicht, auf Luzia sie wieder zu uns schleicht.
Nach Barbara (04.12.) die Sonne weicht, auf Luzia sie wieder herschleicht.
Die Luzia, die kürzt den Tag, soweit sie ihn nur kürzen mag.
Frau Luzia findet zu kurz den Tag, d'rum verlängert sie ihn 8 Tage danach.
Unsere St. Luzen, die macht den Tag stutzen; doch dann hebt er wieder an zu langen - und die Kälte, die kommt angegangen.
Frau Luzia, die Lichterbraut, ist mit der Dunkelheit vertraut, sie bringt der langen Nacht das Licht und zum Christfest Zuversicht.
Kommt die heilige Luzia, dann ist die Kälte auch schon da.
[Bearbeiten]
16. Dezember: Adelheid
Um die Zeit von Adelheid, da macht sich gern der Winter breit.
Die Adelheid liebt weiße Flocken,
Glaube unerschütterlich an dich und deine Kraft!
Erwarte Visionen und Wunder.
Denn das was du nicht sehen kannst
ist stärker und größer als du ahnst!
Benutzeravatar
WhiteEagle
 
Beiträge: 3490
Registriert: 23.04.2003 14:02
Wohnort: Bad Reichenhall / Oberbayern / Berchtesgadener Land

Zurück zu Lexikon

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron