Frillensee und das Goldene Brünndl

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Frillensee und das Goldene Brünndl

Beitragvon Wassertraeger » 20.06.2005 20:41

Bin mal wieder auf Liniensuche auf der Landkarte gegangen und traf mal so auf den herrlichen Frillensee!

Per Zufall sah ich, dass ganz in der Nähe des Sees eine Quelle entspringt, welche >> Goldenes Brünndl >> genannt wird. Das hervorquillende Wasser fließt wohl in den Frillensee!!

Ist jemanden was über das Goldene Brünndl bekannt???

LG

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Re: Frillensee und das Goldene Brünndl

Beitragvon WhiteEagle » 20.06.2005 20:52

Wassertraeger hat geschrieben:
Ist jemanden was über das Goldene Brünndl bekannt???


nein - aber...
du hast die Karte doch sicher noch etwas genauer angesehen. das Goldene Brünndl liegt dem Goldenen Zweig gegenüber. Da hast aber wieder einen Knaller geliefert. Wow!
Vermutlich stehen die Quellen in Beziehung.

LG

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Beitragvon Ysgawen » 20.06.2005 21:28

Hm.... ich trau michs fast nicht sagen, dass ich heut an den Frillensee gedacht hab. War zwar eigentlich gedanklich beim Listsee und dem Staufen und da gibts doch auch eine Quelle (heißt die nicht Goldtropf?) und dann, wie die Gedanken so schweifen, gehts trotz Hitze natürlich total leicht über den Berg auf die andere Seite zum Frillensee...

Sobald ich kann, werd ich dort mal vorbeischaun!! Danke lieber Wasserträger

von Lisa
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Beitragvon Ysgawen » 22.06.2005 23:15

Ha, interessant!! Hab mal wieder im Karlsteiner Sagenbücherl geschmökert und unter bei der Frillenseesage auch den Ausdruck „Gülden Zweigl“ als Name für die Quelle beim Frillensee gefunden....

Spannend – findet Lisa (wo kommt der Name „Goldener Zweig“ für die andere Quelle eigentlich her?)
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Staufen-Vulkan

Beitragvon WhiteEagle » 13.07.2005 13:30

gestern von einer Inzellerin aufgeschnappt, die es wiederum von einer längst Verstorbenen gehört hat:
der Frillensee war früher kein See
sondern ist vulkanischen Ursprungs.

Interessant dazu auch die Sage vom dortigen Jagdschloß und der Adelheid, dem Erdbeben und dem anschließenden Feuerschein.
Werd mal bei einem Geologen nachforschen....


Gruß

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Beitragvon Ysgawen » 18.07.2005 11:26

Als "Frillen" wurden in der karolinischen Zeit Konkubinen genannt, das ist ja auch die Zeit, in der diese Sage angesiedelt wird. Hm, das wird dann nicht nur ein "Jagd"schloss gewesen sein 8)

Wenn du mal einen Geologen befragt hast, schreibst du das hier rein? Kenn ja einige Vulkanseen. Falls der Frillensee vullkanischen Ursprungs ist, hat er zumindest ein total anderes Aussehen als "normale" Vulkanseen.

Vielleicht läßt sich der Feuerschein auch anders erklären.

Grüße von Lisa
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Beitragvon WhiteEagle » 18.07.2005 13:07

Ysgawen hat geschrieben:Als "Frillen" wurden in der karolinischen Zeit Konkubinen genannt, das ist ja auch die Zeit, in der diese Sage angesiedelt wird. Hm, das wird dann nicht nur ein "Jagd"schloss gewesen sein 8)

Wenn du mal einen Geologen befragt hast, schreibst du das hier rein? Kenn ja einige Vulkanseen. Falls der Frillensee vullkanischen Ursprungs ist, hat er zumindest ein total anderes Aussehen als "normale" Vulkanseen.

Vielleicht läßt sich der Feuerschein auch anders erklären.



den Geologen habe ich befragt - kennst ihn eh 8) -
er tippt eher auf Todeissee bzw. Gletscherausstrudelung, aber er kann auch nicht ausschließen, dass er durch ein Erdbeben (Einsturzbeben - wie sie vom Staufen bekannt sind !) entstanden ist.
Die Vulkantheorie schließt er völlig aus und bringt sie in jene modernen Mythen der (Tüttensee-)Meteoritenforscher.
Falls du die Sge "bei der Hand" hast, wäre es schön, wenn du sie reinschreiben könntest. Sie wird wohl in deinem kleinen roten Büchlein stehen.
Ich bin bisher noch nicht dazu gekommen!

Gruß
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Beitragvon Ysgawen » 18.07.2005 13:11

Gut, das ist ja kein öffentliches Forum... da kann ich auch kein Copyright verletzen??

Ich such es nachher, habs eh schon für Markus abgetippt...

Ein Vulkan hätt mich auch sehr verwundert...

Bis nachher
Lisa
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Beitragvon Ysgawen » 18.07.2005 13:31

Die Frillensee-Sage

Karl der Große soll seinen Töchtern, leidenschaftlichen Jägerinnen, in der Gasse zwischen Staufen und Zwiesel ein prächtiges Jagdschloss erbaut haben und ihm den Namen nach seiner jüngsten Tochter Adelheid „Adelheidgass“ gegeben haben. Aus dem Staufenberg floss damals eine Quelle, das „Güldene Zweigl“ genannt. Es brachte Gold aus dem Berg in Gestalt von Körnchen und Goldsand, aus dem sich die Kaisertöchter wundersame Geschmeide machen ließen. an einem Sonntagmorgen ist Adelheid mit ihrem Gefolge trotz des Verbotes des Vaters und der Mahnung der Mutter, den Tag des Herrn nicht mit wilder Jagd zu entweihen, wider auf der Hetzjagd. Da ertönt vom nahen Kirchlein am Zellberg das Glöcklein einladend zum Besuch des Gotteshauses. Aber Adelheid, hingerissen von der Jagdleidenschaft, und aufgestachelt vom Gespött eines jungen Ritters, stürmt weiter auf ihrem Jagdritt durch die Wälder. Nach beendeter Hetzjagd aber wird im Jagdschloss ein wildes Gelage gehalten bei Wein und Tanz. Da ertönt ein dumpfes Donnergrollen, wie aus tiefem Erdenschoß kommend, ein ohrenbetäubendes Geheul bricht los, eine grelle, rotglühende Feuersäule steigt zum mitternächtlichen Himmel empor. Als der Morgen graute, war das stolze Jagdschloss „Adelheidgass“ mit allen seinen Inwohnern verschwunden. Tief unten, in einem riesigen Felstrichter, lagen die Trümmer des einstigen Lusthauses, und das Wasser des Goldbrünnleins füllte allmählich das große Loch am Fuße des Zwieselberges aus. So entstand im Verlauf der Jahrhunderte der Frillensee. Das nahegelegene Forsthaus hat heute noch den Namen Adelgass.

(Dekan W. Lechner, in den Heimatblättern 1922, Nr. 15)
Aus „Sagen, Märchen und Geschichten um Karlstein“, Verlag Anton Plenk
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Beitragvon WhiteEagle » 18.07.2005 14:09

wieso taucht auf beiden Seiten des Staufens der Goldene Zweig auf - da scheint sich was gemischt zu haben.
Aber bei dem nahen Frauenloch wurde ja auch die Höhle vom eigentlichen Falkenstein zum Staufen verlegt.
Normale Verwirrungen im Laufe der Zeit oder irgendeine Absicht?
Beim Falkenstein schien es mir, um die Bedeutung eines Druidenberges und seiner Umgebung zu verhüllen.

Gruß

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Beitragvon Ysgawen » 18.07.2005 14:20

Hm... ich hab oben ja auch schon den zweiten Goldenen Zweig erwähnt... vielleicht besteht ja eine Verbindung?!
Wobei ich absoluter Frillensee-Zweigelt-Begeisterte bin.

Zu der Feuersäule... vielleicht gabs nach dem Erdrutsch einen Brand im Schloss?
Vielleicht sind da Elementarwesen Eis-Feuer aufeinandergeprallt (meinem Gefühl nach...)

Seh ich mir die Dunkelwand an, sind Erdrutsche mehr als wahrscheinlich.

Vor Jahren haben wir mal oben am Frillensee übernachtet und ich hatte merkwürdige Empfindungen. Ich werd mal drüber nachsinnen... vielleicht kommt ja was raus dabei.

Von gestern noch ganz im Goldenen-Brünndl-Zauber
grüßt Lisa
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Beitragvon Ysgawen » 18.07.2005 23:28

Ergänzende Geschichte:

Am Goldbrünnerl

Es ging einmal ein Hirtenknabe den Untersberg hinab, und weil es sehr schwül war, so streckte er sich ins weiche Gras an einer frischen Quelle nieder und schlief ein. Als er erwachte, griff er nach seinem Stabe, den er in die Quelle gelegt hatte. Aber, oh Wunder! anstatt des alten, mit Eisen beschlagenen Stockes blitzte ein nagelneuer Hirtenstab von purem Golde aus dem Wasser. Voll Freude nahm ihn der Knabe und eilte damit spornstreichs den Berg hinunter seinem Dorfe zu. Daselbst entstand ein großes Aufsehen über den kostbaren Fund, und alles Volk machte sich unverweilt, schwer mit Eisen beladen, auf den Weg nach dem Goldbrünnlein. Alldort wollte jder zuerst seine Bürde von Eisen ins Wasser werfen. Bald war die Quelle angefüllt. Aber vergeblich warteten die guten Leute auf die Vergoldung; am Ende mussten sie ihre Eisen wieder aus dem Wasser ziehen und beschämt nach Hause wandern. Noch heute sieht man an der Stelle einen Wasserbehälter von Steinen umrahmt. Wirft ein Wanderer nach kühlem Trunk den eisernen Schöpflöffel zurück in das Wasser, so steigen goldglänzende Perlen an die Oberfläche. Der Wanderer hat sich am „Goldbrünnerl“ gelabt. Das hat der Lehrer den Kindern in der Schule erzählt.

(Kaitlwirt, 1927)

Aus „Sagen, Märchen und Geschichten um Karlstein“, Verlag Anton Plenk


Diese Sage steht unter "Staufen", obwohl der Untersberg angegeben wird.... hm... vielleicht liegst du mit deiner Vermutung, zumindest ein Teil der Ortsangaben könnte bewusst falsch angegeben sein, nicht ganz falsch. Es ging vielleicht schon früher darum, manche Orte, die eine recht intensive nichtalltägliche Erfahrung ermöglichen, zu schützen. Was Linus und ich gestern am Frillensee gesehen haben, war eindeutig "grenzwertig" :shock: Ich fühl mich, wenn ich diese Sage lese, "An das Geheimnis der Goldenen Blüte", einem taoistischen Werk, erinnert. Da gehts eindeutig um "nichtweltliche Vergoldung"... Ist nur eine vage Assoziation...

Interessant find ich auch, dass gestern der Zugang zur Quelle weiter erschwert war... ein Bäumchen war nochmals dem Sturm zum Opfer gefallen und - "normale" Wanderer verlieren auf dem neu angelegten Pfad bestimmt bald die Lust, weiter zu gehen... jedenfalls - IST da eine Schranke.

Zur Feuersäule werd ich wohl erst noch mehrfach mein magisches Kopfkissen befragen müssen, fang auch gleich an und wünsch gute Nacht

Lisa
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abgehoben....

Beitragvon WhiteEagle » 19.07.2005 06:44

WhiteEagle hat geschrieben: aber er kann auch nicht ausschließen, dass er durch ein Erdbeben (Einsturzbeben - wie sie vom Staufen bekannt sind !) entstanden ist.


Heute - 6:30 Uhr - UntersbergLive-Nachrichten:
Erdbeben östlich von Nonn und unterhalb des Staufens....
So gegen 17 Uhr am Vortag - also am 18. Juli.

puhhh
gestern - wenige Stunden vorher schreib ich über jene Beben am Staufen.
Ich selber habs zwar nicht bemerkt - aber ich denk drüber nach.
Das war dann übrigens auch im Bereich "goldener Zweig" bzw. gegenüber des Frillensees (Polarität ?) !!!
Ja - es ist nichts weiter passiert, aber für mich ist es ein Zeichen, wie sehr wir mit Mutter Erde in Resonanz stehen.
Auch wenn jetzt wieder viele mit der "Zufalls-Theorie" daherkommen....

Die Erfahrungen mit der NAW sind eben für jeden sehr individuell
und ich habe eben kurz vorher jene Medizinraderfahrung gemacht
und dabei wird man eben noch aufmerksamer und achtsamer in all seinem Handeln und Denken.

Danke für diese Erfahrung!

WhiteEagle
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Beitragvon WhiteEagle » 19.07.2005 07:04

jetzt spinnt er wieder - der weiße Adler. OK - aber hier liest ja die Öffentlichkeit nicht mit und die anderen kennen mich eh:
aber ich hab jetzt nochmals nachgesehen -
der Zeitpunkt des Erdbebens war exakt der Zeitpunkt, wo ich an der Rundmail saß und schrieb:
So draußen donnerts mal wieder überm Untersberg - wird Zeit dass die Rundmail rausgeht.

Der Donner kann auch durchaus über dem Staufen gewesen sein, so genau kann dich das nicht feststellen, wenn ich drinnen sitze.
Und genau um diesen Zeitpunkt schickte ich die Rundmail raus - Schwerpunkt der Rundmail: die Elemente... und das Wetter.

Ging das Beben mit dem Gewitter einher ??? Und mit wem oder was noch? :wink:

lg
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(der Adler hat den Donnervogel getroffen...)
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Beitragvon Ysgawen » 19.07.2005 09:16

Danke! Nachdem ich Radio Untersberg nicht aushalt, hör ich das nie und mir wärs entgangen.

Manchmal... wundert mich gar nix mehr 8) Hab erst vor ein paar Tagen in einer Geschichte geschrieben, dass wir mit unseren Wurzeln mit allem verbunden sind und immer in Kontakt und Kommunkation stehen (nur nicht immer alles hören)

Meine Wurzelantennen waren seit Sonntag ständig beim Frillensee, dem Staufen und der geheimnisvollen Dunkelwand...

Leider war ich gestern Nachmittag in Freilassing und somit ganz weit weg vom Staufen :?

Grüße von Lisa
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