die Kirchen und Tempel der Reiteralm

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die Kirchen und Tempel der Reiteralm

Beitragvon WhiteEagle » 24.12.2005 10:56


wenige Tage nach unser beeindruckend hochwinterlich-alpinen Wintersonnwendfeier im Bauch von Mutter Erde bekomme ich vom Christkind das Höhlenbuch "Karst und Höhle 2004/2005: Berchtesgadener Alpen" und finde dort das Kapitel:

Die Felsbilder der "Kirche" und der Reiteralm"


Völlig fasziniert las ich von den dortigen Funden in den 80er Jahren.
Eine kultige Nutzung unserer Ursprungshöhle wurde von den Heimatforschern bisher negiert, weil sie dafür keine Hinweise gefunden hatten. Es waren bisher nur die Felsritzungen oberhalb der Höhle im Lattengebirge bei der sogenannten "Kreizlwand" bekannt.
Die beiden Spaltfelsen im Tal bei der Höhle könnten als Durchkriechbrauch genutzt worden sein - zumindest jetzt werden sie wieder entsprechend genutzt!
In der Nähe eines Spaltfelsen fand sich ein uralter, eingewachsener Steinkreis (am Ende des Almwiesengeländes zum Eisberg orientiert).
In der Nähe liegt jetzt unser keltisches (Medizin-) Rad.
Und jetzt lese ich:
am Beginn des Wachterlsteigs auf 850 m Höhe wurden 1989 Felsritzungen auf einem großen Felsblock gefunden (Dreiecke, Kreuze, Sterne).
Diese Felsritzungen sind vermutlich ganz in der Nähe des Steinkreises und der Spaltfelsen und damit auch der Ursprungshöhle.
(die Spaltfelsen sollten nächstes Jahr mal genauer nach Felsritzungen untersucht werden!!!)
Doch es geht noch weiter. Ich zitiere:

Mitten im geografischen Gebiet namens "Kirche" (auf der Reiteralm-Hochfläche) ist eine Höhle, die (...) auch als "Kirche" in den Höhlenkataster einging. (...) Wahrscheinlich liegt eine Namensübertragung von der Höhle auf das geografische Gebiet vor. Namen und Bedeutung stimmen überein. Denn diese mit acht gravierten Felsen (!) ausgestattete Höhle ist als Kirche genutzt worden. Nicht ganz im Sinne des 20. Jahrhunderts, wo man unter Kirche ein sakrales Gebäude, eine Religion und Gottesdienst mit Priestern versteht. Höhlen-Kirche ist, wie Jahrtausende alte Felsbilder andeuten, ein Ort in der Erde, in dem der Mensch direkt mit der Schöpfung und seinem Gott in Berührung kommt.
Ein grüner Tempel genau oberhalb "unseres" grünen Tempels - der Ursprungshöhle.
Das Gelände von den Almen, über die Ursprungshöhle, über den Wachterlsteig, bis hinauf zur "Kirche" ist ein einziges Kultgelände.
In diesem Zusammenhang bisher noch nicht entdeckt, aber für mich außer Zweifel.
Ich denke, da steht nächstes Jahr eine "Kirchen"-Bergtour an:

DURCH DAS TAL DER 1000 KRÄUTER ZU DEN GRÜNEN TEMPELN DER REITERALM MIT IHREN FELSRITZUNGEN UND SPALTFELSEN UND STEINKREISEN

hört sich gut an, oder ???

Ja, ich weiß, die Nacht der Nächte steht bevor und gerade eben hat sich Mondina telefonisch zu mir verirrt. Soll wohl so sein.
Ich danke dem Großen Geist für all diese Entdeckungen
und wünsch euch frohe Weihnachten!

WhiteEagle



übrigens:
die Forschungen in der Ursprungshöhle stehen kurz vor dem Durchbruch!
Es ist mehr als wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren die Verbindung der Ursprungshöhle zu Höhlen der Reiteralm-Hochfläche gefunden wird. Momentan scheiterts an einem riesigen Material- und Zeitaufwand aber da finden sich bestimmt bald Ambitionierte Weiterforscher.
Die Quellhöhle und die Kirche liegen Luftlinie 2 km voneinander entfernt.
Dann wär das wohl die erste Höhle die vom Wassereintritt auf einer Gebirgsoberfläche bis zum Wasseraustritt in der Talquellhöhle entdeckt und erforscht worden ist.
Diese Höhle hat etwas....
und zwar nicht nur jenen eigenartigen Münzfund unterhalb des Höhlen-Altars (die Geschichte könnt ihr am anderen Ort im Forum nachlesen)
sie hat etwas Verbindendes
zwischen den Welten und Kulturen.

mitakuye oyasin
Zuletzt geändert von WhiteEagle am 26.12.2005 11:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Wassertraeger » 26.12.2005 09:22

@ White Eagle und alle anderen geomantischen Forscher!

Genial, sehr interessant!

Bin im Moment an einem anderen Ding dran und zwar am Langacker in Karlstein. Dies ist auch der Grund, warum ich wieder unseren alten " Wissenden" aufsuchen muss. Jetzt ein Grund mehr ihn wieder mal zu besuchen, hat er doch erst vor kurzen ein Buch über die Reiteralm geschrieben.
Bin gespannt, ob er darüber was weiß!

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Sonnenphänomene 24.12.

Beitragvon WhiteEagle » 26.12.2005 11:38

Jaja, der Langacker - unser "Missing Link". Aber eigentlich hast du schon soviele Infos, dass er als das wahre Kultzentrum betrachtet werden kann.

Übrigens - zum Thema Sonnenkulte im keltischen Triskel:

ich war am 24.12.05 beim Christklindlanschießen (Böllern) in Bayerisch Gmain auf der Sonnenhöhe (ist dieser Name vielleicht auch schon auf die umgebenden Sonnenkultorte zu sehen?!!!).
Aber darum solls gar nicht gehen!
Schon bei der Hinfahrt erinnerte ich mich an Davids Aussage, dass am 24.12. um 15 Uhr durch das große Rosettenfenster von St. Zeno die Sonne auf den Altar scheint.
Bild
rechts das Rosettenfenster
Als ich dann beim Böllerschießen stand, passierte um kurz nach 15 Uhr ein irres Phänomen:
genau zwischen Reiteralm und Müllnerhorn brach ein Sonnenstrahl durch und ging in Richtung Reichenhall. Nach meiner Einschätzung müßte er genau auf St. Zeno getroffen sein. Das ganze dauerte nur wenige Momente, ich bereute zutiefst meine Kamera vergessen zu haben.

Wäre interessant zu wissen, wer um diese Zeit in St. Zeno gewesen ist. Gabs um diese Zeit einen Gottesdienst???

Und auch danach gabs faszinierende Sonnenerscheinungen die das ganze Reichenhaller Tal betrafen.
Und anschließend ein Foto, das die Sonne am 24.12.05 um 9 Uhr zeigt. Festgehalten von der Webcam Predigtstuhl. Genial....

herzliche Grüße

WhiteEagle




Bild Bild
vergleiche die beiden Fotos:
jeweils 24.12.05 um 9 Uhr
links der Staufen und Zwiesel
rechts von Anger aus gesehen: der Sonnenaufgang über dem Untersberg, der sich dann auf Staufen und Zwiesel wie im ersten Bild gesehen, auswirkt
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Beitragvon Wassertraeger » 28.12.2005 11:34

@ White Eagle und alle anderen Forscher!

Bayerisch Gmain und Sonnenkulte mit seinen Ortsnamen, wie Sonnenhöhe, Sonnenhof, Sonnenstraße...!

Bin vor paar Tagen zur der Triskelmitte gefahren und bin bisserl abwegig gewesen. Mir fiel auf, dass es in Bay. Gmain sehr viele kleine Kapellen gibt, richtig verstreut trifft man sie an.

Ein alter Wissender hat sehr aufwendig, alle Kapellen und Marterl unserer Gegend katalogisiert. Vielleicht gibt es in seinen Aufzeichnungen irgendwelche Hinweise mit bezug zur Sonne oder ähnliches!

Der Bildvergleich sagt mir sehr eindeutig, warum in der gesamten Staufenumgebung sehr oft das Wort >> Gold << vorkommt. Leuchtet doch das gesamte Massiv golden und begrenzt eigentlich die Sommersonnwendlinie des Triskels. Dieses Phänomen ist auch vom Langacker aus gut sichtbar, vorallem der Blick auf die Strailachwand!

Ich brauche noch gut Zeit, um über den Langacker ausführlich zu berichten. Vorweg möchte ich aber mitteilen, dass sogar die Archäologie den Langacker als ein >> Naturheiligtum << bezeichnet!!

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