Das Sonnenloch

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Das Sonnenloch

Beitragvon Wassertraeger » 08.05.2006 08:16

Obwohl das Thema auch im offenen Bereich diskutiert wird, finde ich dass dieser Aspekt vielleicht erst mal hier Platz findet.

Eine Sage über das Sonnenloch, welche ich noch nicht gehört hatte

>> Das Sonnenloch >>

Das Steinloch, durch das der Teufel die Steinerne Agnes getrieben hat, wird von manchen das Teufelsloch, von anderen aber das Sonnenloch genannt. Einmal im Jahr scheint die Sonne durch das Sonnenloch. Es ist der Sonnwendtag. Dann jauchzt die Steinerne Agnes, dass man es bis nach Reichenhall hört. Jeder Sonnenstrahl, der durch das Loch scheint, macht das Loch etwas größer. Und wenn das Loch so groß ist, dass die Steinerne Agnes hindurchgehen kann, ohne anzuecken, dann ist die Steinerne Agnes erlöst. und weil sie merkt, dass es nicht mehr lange dauern kann, deshalb jauchzt sie.

Erzählt 1929 von der Moserwirtin

Also für mich ist es faszinierend, dass der Sonnendurchtritt sehr wohl den einheimischen Leuten bekannt war.
Auch bin ich der Meinung, dass die Sonne vielleicht doch auch am Sonnwendtag ( wenn man den 21. Juni nimmt) durchscheinen kann und zwar von der anderen Seite her!
Verschiebt man die Sommersonnwendlinie des Triskels pararell hin zum Agnesloch, so kann es durchaus sein, dass Sonnenstrahlen zwischen Karkopf und Törlkopf auftreffen. Auffällig ist, dass es in dieser Gegend einen Steinbergsee und auch einen Weissbach gibt!
Vielleicht sollten wir uns mal die Gegend genauer anschauen!

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Beitragvon WhiteEagle » 08.05.2006 08:44


das agnesloch fällt nach bayerisch gmain ab
und ist von der anderen seite vermutlich kaum zu sehen.
das fiel mir bereits bei der mordaualm auf,
diese liegt allerdings auch schon wieder in einem ungünstigen winkel.
zwischen karkopf und törlkopf... hm.
wenn man diese gedachte sonnendurchgangslinie verlängert,
ist man bei jener ominösen kreuzlwand mit den felsritzungen bei der dalsenalm.
und übrigens:
zu füssen des agneslochs bei winkl fiel mir schon vor langer zeit ein
"burgstallkopf" auf. könnte sowohl tatsächliche ein burgberg gewesen sein,
aufgrund seiner lage
oder auch ein tempelberg in frühzeiten.
der kopf ist vermutlich von loipl von der wallfahrtskirche maria hilf aus in wenigen minuten erreichbar.
Foto: http://www.loipl.de/gross/images/umland6.jpg
Quelle: http://www.loipl.de/gross/images/umland6.jpg


und weiter westlich liegt ein pfaffenbühl.

und welchen weissbach meinst du?

herzliche grüße

whiteeagle

ps:

Als Sonnenloch wird eine Öffnung in manchen alten Kirchen und Kapellen bezeichnet, die an der Ostseite angebracht ist und durch die zu bestimmten Zeiten des Jahres (meistens ist es die Tagundnachtgleiche, 21. März und 23. September) das Sonnenlicht auf eine bestimmte Stelle der gegenüberliegenden Kirchenwand fällt und dort einen hellen Fleck oder auch ein Kreuz bildet.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenloch

dazu fällt mir sofort st. zeno ein (24.12.)
und höglwörth (noch nicht näher bestimmt - vermutlich ostern)

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Beitragvon Wassertraeger » 08.05.2006 11:14

Ich habe mir vorgenommen, sowieso mal zum Agnesloch hochzusteigen, sobald es vom Schnee her passt!
Von dort oben glaube ich kann man die Gegend am besten inspizieren und Vermutungen anstellen.

Auf der Karte kann man erkennen, dass in der Gegend der Steineren Agnes herum, ein Bach entspringt. Dieser wird als Kotbergriedlbach bezeichnet.
Parallel zu diesen Bach mehr südlich fließt ein Weißbach!!
Beide münden in den Frechenbach!

Und noch weiter südlich wird ein Bergkamm als Brandschneid bezeichnet.
Auffällig ist die Vogelperspektive dieses ganzen Bergkamms. Er sieht aus wie ein Halbmond.
Noch wieter südlich erhebt sich ein Blaickenberg, dessen Namen ich recht merkwürdig finde. Mal schauen, ob ich noch mehr darüber rausfinde.

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Beitragvon WhiteEagle » 08.05.2006 11:25

Wassertraeger hat geschrieben:Auf der Karte kann man erkennen, dass in der Gegend der Steineren Agnes herum, ein Bach entspringt. Dieser wird als Kotbergriedlbach bezeichnet.
Parallel zu diesen Bach mehr südlich fließt ein Weißbach!!


interessant, somit entspringt auf beiden seiten der schlafenden hexe, jeweils zu füßen des agneslochs ein weißbach !
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Beitragvon Wassertraeger » 08.05.2006 11:37

Ja, und noch weiter südlich gibt es auch einen Schwarzeckbach, welcher in der Gegend des Hochschwarzeck entspringt.
Das Hochschwarzeck !! Es spiegelt sich halt immer wieder der Schwarz-Weiß- Mythos!

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Beitragvon WhiteEagle » 12.05.2006 09:48


das Agnesloch mal von der anderen Seite (Mordaualm) aus gesehen:

Bild
zum Vergrößern anklicken


hm, jetzt muss ich mich wohl berichtigen:
ich kann das Agnesloch im Foto erkennen - bin mir aber nicht sicher!

Konsequenz:
mal wieder ne Wanderung zur Mordaualm machen 8)

lg

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Beitragvon Wassertraeger » 12.05.2006 11:53

Ich kanns auch nur annehmen, dass Loch zu erkennen.
Müßte mal schauen, ob es vom Loibl aus besser zu sehen ist!
Wäre bisserl näher dran, die Mordau ist schon ziemlich weit weg!

Dann wäre es ja doch möglich den Sonnendurchtritt auf dieser Seite zu sehen!
Wird ziemlich schwer werden, dies bezüglich Datum, Zeit usw. herauszubekommen.

Einen Hinweis habe ich vielleicht!

In einem Buch las ich, dass der/die Spica der hellste Stern im Sternzeichen der Jungfrau ist und dass Spica im lateinischen Speik heißt und die Speik haben wir auf der uns bekannteren Seite des Lattengebirges! Speik heißt wohl übersetzt Kornähre!
Hochinteressant!
Dann hies es auch noch in dem Buch, dass gewisse Mysterien im September begangen wurden, also im Herbst, wo die Sonne im Sternzeichen der Jungfrau steht und so heißt es, ich zitiere: >> die Spica (Speik), d.h. die Kornähre, in den Strahlen der Morgensonne wiedergeboren wurde!
Dies könnte ein kleiner Hinweis sein, denn auch nur morgens,bzw, vormittags wird die Nordostflanke des Lattengebirges von der Sonne angestrahlt!

Wohl hat sich auch der Name Speik auf einigeKräuter und Pflanzen im Gebirge übertragen bzw. stehen im bezug dazu. Leider kenn ich bewußt keine, aber oben in der Speik gibt es schon recht seltene Pflanzen wie z.B. den Frauenschuh!
Jetzt mußte ich lachen und den Kopf schütteln >> Frauenschuh <<, schon wieder der Frauen-Mythos !

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Beitragvon WhiteEagle » 13.05.2006 13:25


die Speik steht auch im Zusammenhang mit dem Agnesloch,
denn am Beginn des Speikcanyons ist das Sonnenloch zu sehen
und
man vermutet,
dass dort ein Sonnendurchgang zwischen Frühjahrssonnenwende und Ostern zu sehen sein müßte!
Also Frühjahr und Bethen-Aspekt!
Die alte Römerbrücke in der Weißbachschlucht ist vermutlich auch daher gebaut worden, um dorthinzugelangen.
Vielleicht ist dort ein Platz für den Mithras-Kult gewesen?
Und daher der lateinische Name für diesen Ort??

Frauenschuh-Plätze kenne ich dort auch einige!

herzliche Grüße

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Beitragvon WhiteEagle » 30.01.2007 10:57


bei Wikipedia gefunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Speik
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Beitragvon Ysgawen » 31.01.2007 20:47

Es gibt ja einige Pflanzen, die als Speik bezeichnet werden. Der sogenannte Echte Speik dürfte bei uns nie vorgekommen sein, weil der keinen Kalk mag. Den fänd ich allerdings waaaaahnsinnig interessant...

Jemand, der im Naturpark Oberösterreich arbeit, erzählte mir, dass dort immer noch gern der Speik gesammelt wird, in dem Fall handelt es sich um die Pflanze, die zur Schafgarbenfamilie gehört. Ob das auch was mit dem 15. August (kurz vor Jungfrau und Kräuterweihtag) zu tun haben könnte... hinspekulieren könnte man zumindest...

Grüße von Lisa
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Beitragvon Wassertraeger » 01.02.2007 10:26

Der Echte Speik ist sicherlich eine besondere Pflanze zumal er auch potanisch > Valeriana Celtica < bezeichnet wird! Er wird zu den Baldrianarten gezählt. Somit, für mich, eine Pflanze der Kelten unserer Gegend!
Diese Pflanze kommt nur in den Ostalpen vor, also bei uns, aber erst ab einer Höhe von 1600m.
Ein bekannter Reichenhaller Pflanzenkundler erzählte mir dies. Auch erzählte er mir, dass die Pflanze im Toten Gebirge, Mitterberg, vorkommt.
Das Tote Gebirge besteht hauptsächlich aus Kalk und Dolomit!
Er selbst hat in unserer Gegend noch keinen echten Speik gefunden.

Interessant ist, dass die Gegend um Mitterberg sehr zu unserer Gegend in Bezug steht!
Das Kupfer des bronzezeitlichen großen Hortfund am ehemaligen großen Skilift in Piding, stammt nämlich aus Mitterberg, sprich, dorthin gab es sicherlich regen Handel!

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Beitragvon Ysgawen » 01.02.2007 10:44

Ohhhhh... trotz Kalk? Dann muss ich unbedingt mal suchen gehen... danke für die Infos!

Lisa
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Beitragvon Wassertraeger » 01.02.2007 14:24

Bekannte von mir, sehr gute Pflanzenkenner, erkannten den Echten Speik sofort auf einem Bild, welches ich ihnen zeigte. Sie wußten ihn auch sofort beim potanischen Namen zu nennen.
Sie sind sehr häufig auf der Reiteralm unterwegs und dort oben haben sie wohl schon welchen gefunden. Ganz typisch muss der Duft der Pflanze sein, man riecht ihn schon vom weiten.

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Beitragvon Waldläufer » 01.02.2007 14:38

Wenn es Menschen gibt, die diese Pfalnze brauchen, wird sie auch in deren Nähe wachsen. Das ist Gesetz, so hat es sich im Laufe der Evolution schon immer gezeigt. Ausser es gibt eine Andere Pflanze, die dieselbe Wirkung hat, und dieses Klima im Bayrischen Raum aushält.

LG

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(Ich bin ihr, und ihr seid ich)

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Beitragvon Wassertraeger » 01.02.2007 20:07

@Waldläufer!

Da ist was Wahres dran! Danke!

Paracelsus ist mit ähnlicher Denkweise auf viele wichtige Heilpflanzen gestossen, welche sogar jetzt noch in vielen medizinischen Bereichen Anwendung finden, wie z. B. Digitalis purpurea!

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