Jul-Sonnendurchgang Großgmain

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Jul-Sonnendurchgang Großgmain

Beitragvon WhiteEagle » 19.12.2006 09:44


Am 15.12.06 konnte ich aufgrund des Sonnenstandes eine ziemlich sichere Schätzung des Sonnendurchgangs durch das Teufelsloch
für das Gebiet Großgmain machen:

ab 17.12.06 (für 3 Tage ?)
um ca. 13 Uhr
bei der Hochburger Höhe (Hotel Greiner)

Bild

Das könnte bedeuten - bedingt durch die Wintersonnenwende -
dass das Sonnenphänomen dort für ca. 10 Tage durchgehend zu sehen sein müßte.

Ich habe direkt beim Hotel nachgefragt: die wissen von nix.
Angeblich kommt der Name vom Nachbarbauernhof Hochburger.
Nur: schaut euch mal die Lage und den eigenartigen Wall dort an.
Der Bär hat mich damals aufgrund einer Luftbildaufnahme schon darauf aufmerksam gemacht.
Wäre interessant diesbezüglich mal nachzuforschen.

herzliche Grüße

WhiteEagle





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Beitragvon Wassertraeger » 19.12.2006 12:25

Sehr interessant!!

Liegt die Hochburger Höhe in der Nähe der Plainburg?

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Beitragvon WhiteEagle » 19.12.2006 13:42


ja, genau gegenüber der Plainburg - eben beim Hotel Greiner!

lg
we


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Beitragvon Wassertraeger » 19.12.2006 14:01

Auf Mona gibt es sicherlich noch ziemlich viele Geheimnisse!

Relativ nahe der Plainburg gibt es wohl ein Gehöf, welches Sonnenlehen genannt wird.
Weiters in der Linie kommt dann der Randersberg, wo es auch eine spätbronzezeitliche Befestigungsanlage gibt. Dort wurden Funde eben aus der Bronzezeit und Urnenfelderzeit gemacht.
Die Ausmaße der Anlage betragen wohl 60 x 25 Meter!
Vielleicht stehen die beiden Anlagen irgendwie in Beziehung. Annähernd liegen sie ja auf der Agneslinie der Reichenhaller Triskels!

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der Strahl der JUL-Sonne !

Beitragvon WhiteEagle » 20.12.2006 16:16


Hochburghöhe Großgmain:

19. Dezember bis 23. Dezember

13:15 Uhr bis 13:30 Uhr


Nüchterne Zahlen ?

Nein, das sind die Sonnendurchgangszeiten am Teufelsloch (Agnesauge)
gesehen von der Hochburghöhe in Großgmain.
Das Sonnenloch unserer Bioregion ist exakt zur Wintersonnenwende aktiv.
Für mich wahrhaftig eine Sensation.
Und zusammen mit dem Wasserträger konnten ich all das sehen und dokumentieren.
Ich habe mich zwar bei der ersten Schätzung um 2 Tage verrechnet, doch das Ergebnis macht alles wett.

Der Sonnendurchgang beim Teufelsloch (Agnesauge)
"segnet" somit vom 19. bis 22. November ab 13:15 Uhr den als (keltischen) Grabhügel bekannten Ort (derzeitige Nachforschungen lassen inzwischen auf einen Sonnenkultort statt auf eine Grabanlage schliessen)
und damit die Westseite des Bayerisch Gmainer Talausgangs.

Dann wird vom 19 bis 23. Dezember die Ostseite des Talausgangs bei Großgmain "gesegnet" (siehe oben).

Und vom 20. bis 23. Januar ist wieder die Bayerisch Gmainer Seite betroffen. Damit schließt der Zyklus - der sich um die Winter-Sonnenwende dreht.

Ein fantastisches Ereignis.

Erlebt am 20.12.06 - ein Tag vor Jul.

Ich danke dem Großen Geist für seine Führung.

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Beitragvon Ysgawen » 20.12.2006 16:30

Oh, da freu ich mich mit Euch!! Für mich ist es leider nicht so einfach, "auf Verdacht" dorthin zu fahren, schad, dass wohl Freitag der letzte Tag ist (wär der Geburtstag von Linus, aber der hat ja leider lange Schule)

Liebe Grüße von Lisa
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Beitragvon Ysgawen » 20.12.2006 17:30

Ysgawen hat geschrieben:Oh, da freu ich mich mit Euch!! Für mich ist es leider nicht so einfach, "auf Verdacht" dorthin zu fahren, schad, dass wohl Freitag der letzte Tag ist (wär der Geburtstag von Linus, aber der hat ja leider lange Schule)

Liebe Grüße von Lisa

:oops: :oops: Batsch!!! Das kommt davon, weil LInus schon am Freitag feiert... wegen der Schulfreunde... hihi... dann ist ja an seinem Geburtstag der letzte Tag und es soll auch noch schön sein am Samstag!!
.
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Beitragvon WhiteEagle » 21.12.2006 09:50


Es blieb mir nun auch nicht erspart den Stadtarchivar und Heimatpfleger Dr. Lang darüber zu informieren, weil er inzwischen in Sachen Grabhügel sehr aktiv geworden ist.
Entwicklungsstand:
der vermeintliche "keltische" Grabhügel ist vermutlich "nur" ein neuzeitlicher Grabhügel. Die Inventarliste der Grabungen und Funde von 1925 stammt von einer anderen Grabanlage in Bayerisch Gmain.
Lang vertritt die Theorie einer möglichen Siedlung und Befestigungsanlage beim Grabhügel.
Inzwischen habe ich aber neue Infos über neuzeitliche Grabungen und Funde am Grabhügel. Der Sache wird gerade nachgegangen.

Nun geht es also - zunächst mal - nicht mehr um eine Grabanlage bei Bayerisch Gmain/Hohenfried, sondern um eine Siedlungs- oder/und Befestigungsanlage.
Und aufgrund des Sonnendurchgangs um einen sehr wahrscheinlichen reinen Sonnenkultort.

Die Beobachtung von Großgmain macht dies noch wahrscheinlicher.
Da nun Großgmain aber frei zugängig ist, erwäge ich im Laufe 2007 eine große Presseinitiative, um die Einmaligkeit jenes Sonnenphänomens an die Öffentlichkeit zu bringen. Gerade in Verbindung mit dem Marienheilgarten könnte dies für diese Region eine nicht nur spirituelle sondern auch touristische Bedeutung haben.
Momentan wird ja nach Alternativen für ein neues Wintertourismus-Konzept gesucht, da der Wintersport keine Zukunft mehr hat.
Ich denke, hier wird sich einiges tun!

Die Sonnenlöcher können uns Anregungen dazu geben!
Und mir wird immer klarer, warum dieses Forum den Sonnendurchgang als Banner erhalten hat.

white eagle
(JUL - Wintersonnenwende 2006)

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Beitragvon Ysgawen » 22.12.2006 12:06

Find den Beitrag von Wasserträger nimmer... es hat sich so gelesen, als wär das Ganze jetzt schon vorbei? Oder lohnt sich morgen ein Ausflug auf jeden Fall? (abgesehen davon, dass Ausflüge sich ja immer lohnen... würd grad so gut passen mit dem Geburtstag vom Sohnemann und der Geburtsstunde des Buches)

Liebe Grüße, etwas benommen noch vor Freude
von Lisa
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Beitragvon WhiteEagle » 22.12.2006 12:58

WhiteEagle hat geschrieben:
Dann wird vom 19 bis 23. Dezember die Ostseite des Talausgangs bei Großgmain "gesegnet" (siehe oben).
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Beitragvon Ysgawen » 22.12.2006 13:00

Gut... ich versteh nicht, warum ich seinen Text nimmer find 8) auch nicht mit Brille... er hat was geschrieben von letzter Möglichkeit Gelegenheit, gestern oder so... egal.. es wird schon noch zu sehen sein

Liebe Grüße!!
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Beitragvon AdDigDifWorld » 22.12.2006 17:41

Ehrlich gesagt hab ich mich schon die ganze Zeit gewundert... Weil als jemand, der null komma null Ahnung von der ganzen Thematik hat, hab ich ja geglaubt, dass sowieso derlei Phänomene IMMER mit den Sonnenwenden zu tun haben (wahrscheinlich, weil ich mal in Newgrange war und daraus geschlossen habe, dass das immer so ist)... Deshalb wundert mich das jetzt irgendwie nicht...

Ich find's aber stark, dass Du, Wassertraeger und ein paar andere so ausdauernd sind, Rainer, ich würd für derlei Nachforschungen nicht den Hintern hochkriegen oder dran bleiben. Ne Zeitlang wär ich Feuer und Flamme, und schon nach kurzer Zeit wär das nächste Thema dran... Gut, dass es Leute wie Dich gibt! :-)

Liebe Grüße,
Adrian
Ahou Mitakuye Oyasin!
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Sonnendurchgang ohne Ende

Beitragvon WhiteEagle » 23.12.2006 15:19


heute wieder erlebt
und morgen ist es wohl auch noch mal zu sehen!!!
Morgen - nach dem letzten Sonnendurchgang geht es in die Heilige Nacht.

Eine logische Schlussfolgerung aus den Beobachtungen:
zwischen 19. November und 23. Januar
ist der Sonnendurchgang auf der Linie zwischen Grabhügel Hohenfried
in Bayerisch Gmain
und Hochburghöhe in Großgmain jeden (!) Tag zu sehen.

Die beiden Beginn- und Schlusspunkte im Tal sind jedoch die eigentlichen Sonnenkultplätze.

Unglaublich, aber wahr:
1.
man kann bis 23. Januar noch jeden Tag einen Sonnendurchgang erleben,
wenn man sich auf der Sonnenlinie und im richtigen Winkel bewegt.
2.
das Wetterorakel bei den jeweiligen Kulthügeln:
am Hochtag 21. November zeigte sich ein sonniges und mildes Wetter,
das bis heute anhält.
Und beim Umkehrpunkt am 21. Dezember war wieder dasselbe Wetter,
wie am 23. Januar. Folglich sollte dieses Wetter zumindest bis 21. Januar andauern.

Und vom 24.12. heißt es vom Münster St. Zeno:
Sonnendurchgang durch das Rosettenfenster auf den Altar.
Und das dürfte morgen zu sehen sein !!!!
Zeit ca. 14 Uhr - ich muss nochmals nachfragen.

lg

whiteeagle


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Beitragvon Ysgawen » 23.12.2006 22:41

So ist die ganze lange Zeit (in der es normal viel dunkler ist als heuer), immer von einem Stern behütet. Schön. Wunderschön. Und wahrscheinlich ist von jedem Punkt aus die Stimmung anders. Am Grabhügel viel ernster und wurzliger als ich es heut dort auf der Wiese empfand, das ging mehr - nach oben. Oder mich hebts zur Zeit halt eher in die Höh...

Aber die Jungs fanden auch, dass es - fröhlich - wirkte, das Sonnenauge.

Liebe Grüße von Lisa

Mich würd ja interessieren, wo vor vielen vielen Jahren, als die Menschen sich dort ansiedelten, der Sonnwendpunkt war. Wahrscheinlich ist es DORT nur an einem Tag mittags zur Sonnwend zu sehen, ein fixer Markierungspunkt. Durch veränderte Neigung der Erdachse hat sich das wahrscheinlich verschoben...
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Beitragvon Wassertraeger » 26.12.2006 12:49

Liebe Ysgawen, dieser Gedanke von Dir ist schon eine Überlegung wert.
Ich meine, unser Dasein auf der Erde, soweit man es nachvollziehen kann, ist ja nur ein Wimpernschlag im Vergleich zur Erdgeschichte. In dieser Zeitspanne, kann ich mir nicht vorstellen, dass die natürliche Verlagerung der Erdachse wirklich was erheblich diesbezüglich veränderte, dazu kommt, dass sich die Kontinetalplatten auch immer noch verschieben.
Beim großen Seebeben hat sich die Erdachse um ca. 8 cm verschoben.
Dies ist im Bezug beim Sonnenlochphänomen überhaubt nicht relevant, da man den Sonnendurchtritt, von welchen Punkt auch immer für ca. drei Minuten sehen kann, d. h. man steht für drei Minuten in dessen Lichtkegel!
Ich bin in nicht so firn in bezug zu den Sonnenphänomenen, welche in Stonehenge, New Grange, Externsteinen oder auch bei den Mayas usw. so geschehen, aber diese dürften ja dann auch nicht mehr richtig funktionieren!?
Vielleicht hat diesbezüglich der ein oder andere mehr Wissen darüber?
Hat sich in den letzten 5000 Jahren die Erdachse wirklich soweit verschoben und sind die Kontinentalplatten soweit auseinander getrifftet, dass eine spürbare, oder besser nachvollziehbare Veränderung eingetreten ist?
Ich finde dieses Thema sehr interessant!

Übrigens, so wie es derzeitig aussieht, kann heute unser Sonnenlochphänomen nochmals gut gesehen werden.

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