Frau Holle - Heide Göttner-Abendroth

Buchtips nicht nur zum Alpenschamanismus und Schamanismus

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Frau Holle - Heide Göttner-Abendroth

Beitragvon WhiteEagle » 12.02.2009 11:11


Frau Holle - Das Feenvolk der Dolomiten

Für mich ein epochales Meisterwerk!
Die Matriachatsforscherin Göttner-Abendroth hat die alten Göttinnenmythen von Frau Holle nacherzählt. Das klingt jetzt noch recht unspektakulär, aber diese Mythen waren bisher nur in einer zeitlich unzusammenhängenden und vor allem kulturgeschichtlich nicht erklärten Sammlung vorhanden.
Sie hat diese nun in den Zusammenhang von Entwicklungen und Orten gebracht. Nun versteht man/frau die Überlieferungen von der Urmutter, der Urgöttin - von der alpinen Bergmutter, die bei uns Percht genannt wird oder sogar schlicht nur Frau Berg.
Das Buch ist zweigeteilt. Im ersten Abschnitt geht es um Frau Holle / die Göttin im Matriachat, über ihre Priesterinnen und die Seelchen - also das Ahnenvolk, von dem Menschen Zwergen genannt (UNtersbergmandl!!!).
Bis zum Auszug der Göttin aus unseren Landen.
Man/frau könnte traurig oder wütend sein, über diese Erkenntnis - zumal - die Erinnerungen an die Märchen der Kindheit eine andere, tiefgehende Bedeutung bekommen. Insbesondere die eigene heimatliche Sagenwelt erscheint in einem neuen Licht. Aber da setzt auch der Effekt jenes Erkennens ein. Es ist - nicht zuletzt durch dieses Buch - noch viel vorhanden, was es wiederzufinden gilt. Das kollektive Unbewußte kann uns dabei helfen - oder die morphogenetischen Felder. Wir können uns an alte Werte und Ideale wiedererinnern und zu einem neuen (alten) Naturverständnis zurückfinden.

Im 2. Abschnitt geht es um Frau Holle in den verschiedenen patriachalen Stadien Mitteleuropas.
Sie bezieht in ihre Nacherzählungen die realen Orte und reale Ereignisse mit ein. Gerade für unseren Alpenraum entsteht dadurch wieder eine neue spirituelle Dimension - die er einst ja schon besaß.

Es ist für mich ein schon fast unglaubliches Werk, was Göttner-Abendroth da geschaffen hat. Übrigens schon seit 2005 auf dem Markt!
Ich hatte beim Lesen das Gefühl, die in Erinnerung gebliebenen und nun auch neu erfaßten Mythen in ihrem kosmischen Zusammenhang zu verstehen. Ein unbeschreibliches Gefühl!
Wer die Wurzeln der Heimat, die alpinen schamanischen Ursprünge, die Bedeutung von Kultplätzen und ihren Namen und die alten Überlieferungen verstehen will, der sollte dieses Buch lesen.

Ein geniales, epochales Werk. :oops:

(nein, ich bekomme keine Vermittlungsprovision oder so was.)



Bild
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Der Film zum Buch....

Beitragvon WhiteEagle » 08.03.2009 10:54


gerade entdeckt:
kann man fast als eine Art Film zum Buch klassifizieren
- zumindest was den mythologischen Alpen- und damit Dolomiten-Teil betrifft!
Spina de Mul als Schamanenfigur
und
die weisen Murmeltiere als Ursprung des Fanes-Volks.

Diese Sagenwelt geht weit weit zurück!!!

http://www.fanesfiction.com/


Mehrere Forscher glauben, dass die Fanes einer räthischen Bevölkerung im vorklassischen Zeitalter entsprechen, aufgrund mehrerer vorchristlicher Bräuche in der Sage und Schamanenfiguren wie Spina de Mul.

Der Sagenstoff kann keiner geschichtlichen Epoche zugeordnet werden. Jedenfalls ist das Motiv der Tierabstammung eines Volkes - das heißt der Fanes von den Murmeltieren- hervor, in Europa sehr selten und kommt in den phantastischen mittelalterlichen Genealogien vor. Im Herzen Europas wäre ein Motiv erhalten geblieben, das zum Vorstellungshorizont vorgeschichtlicher Jägervölker gehört.



Bild
Spina de Mul links und der Flammengeier rechts

Quelle: http://www.luisarotasperti.com/images/fanes7.jpg
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die Website zum Buch, zum Film

Beitragvon WhiteEagle » 08.03.2009 12:11


zwar in Englisch - aber geniale Website über die Mythen der Dolomiten:
http://www.ilregnodeifanes.it

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"Aus Mythos wird Realität" - Die Fanesburg

Beitragvon WhiteEagle » 08.03.2009 12:40

Aus Mythos wird Realität

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts konnten diese Legenden gestandene Ur- und Frühgeschichtler lediglich zum Schmunzeln bringen. Niemand hätte allen Ernstes einen reidentifizierbaren, historischen Kern in solchen mythischen Überlieferungen vorausgesetzt. 1953 machte der Bozener Archäologe Dr.-Ing. Georg Innerebner dann bei einer Exkursion auf die Fànisalpe eine spektakuläre Entdeckung: Inmitten der bizarren Felslandschaft stieß er in mehr als 2600 m Höhe auf die Überreste einer prähistorischen Wallburg von beträchtlichen Ausmaßen. Bei dem Sachbuchautor Felix R. Patouri finden wir in seinem Buch "Zeugen der Vorzeit" eine Wiedergabe von Innerebners Beschreibung des Fundortes: "Gleich dem Geleise einer Grottenbahn hebt sich aus dem infernalisch wirkenden Steintrümmerfeld ein kreisbogenförmiger Steinwall von rund 50 Meter Länge, einigen Metern Höhe und im Mittel vier Meter Kronenbreite heraus. Unschwer läßt er sich in seinem unter den Steintrümmern verborgenen Teil zu einem Kreiszug von rund sechzig Meter Durchmesser beziehungsweise 200 Meter Umfang ergänzen, der insgesamt eine Fläche von 3000 Quadratmetern einschließt und in seiner Mitte, wie es scheint, einen heute zu einer Kuppe zusammengestürzten Zentralbau getragen hat. Oberflächliche Schürfungen auf der Wallkrone, im Sattel und auf der Kuppenhöhe des Burgstalls ergeben typische Branderde und Scherbenstücke in grober Ausführung, deren Zeitbestimmung mangels charakteristischer Merkmale nicht möglich ist, aber späte Bronzezeit vermuten läßt."

Mit Innerebners Sensationsfund (hier ist dieser Ausdruck tatsächlich einmal angebracht) wurde das mythologische "Fabelreich" von Fànis plötzlich zur historischen Realität. Die Königsburg von Fànis war wiederentdeckt, eine Festung die sich mit vergleichbaren Anlagen in Troja und Mykene durchaus messen kann! Es gab tatsächlich zu dieser Zeit, vor 7000 bis 9000 Jahren, in den Hochalpen ein Volk, der in der Lage war, unter haarsträubenden Umständen eine schier unglaubliche bautechnische Leistung zu vollbringen. Ein solches Bauvorhaben im Hochgebirge setzt schließlich nicht nur eine entwickelte Ingenieur- und Handwerkstechnik woraus, sondern auch eine ausgeklügelte Planung und Logistik; müssen doch tausende von Menschen - direkt und indirekt - am Bau einer solchen Anlage mitgewirkt haben. Welchem Zweck könnte dieser "Gewaltakt" gedient haben? Wer waren diese Fànisleute überhaupt, und woher kamen sie?

Nachdem wir also davon ausgehen können , dass es sich bei dem legendären Reich und der Zwingburg von Fànis um historische bronzezeitliche Gründungen gehandelt hat, könnte hier ja mal der Versuch gemacht werden, diese Fragen aus atlantologischer Sicht zu beantworten - auch wenn wir uns damit in einen hochspekulativen Bereich begeben. Für eine solche, spekulative Analyse bieten sich sowohl die Inhalte der Überlieferungen als auch die Artefakte auf dem Burgstall an, die wir miteinander in Verbindung setzen müssten.

Was mich wundert: Es gibt - zumindest im deutschsprachigen Raum ist wohl nichts dazu dokumentiert - scheinbar keine weiteren archäologischen Untersuchungen der Ruine auf dem Burgstall. Auch Fotos davon lassen sich nicht auffinden.


Quelle: http://forum.grenzwissen.de/archive/ind ... t-712.html


Eine alpine Hochkultur vor ca. 10000 Jahren auf 2600 m Höhe!
Das muss man sich mal geben!
Und soviel mal wieder zum wahren Kern von Mythen!!!

und dann:
http://www.archaeologie.geschichte.uni- ... chlern.htm


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Geister der Fanes

Beitragvon WhiteEagle » 08.03.2009 19:00

SYMPOSIUM MIT EXPERTEN DER FANESSAGE
unter dieser Überschrift findet man auf der Seite von www.fanesfiction.com
folgendes Bild:

Bild

Die Fanes-Geister waren offensichtlich anwesend!!!
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Re: Frau Holle - Heide Göttner-Abendroth

Beitragvon Nivien » 25.04.2009 12:12

Ja, da schließe ich mich an.
Ein famoses und sehr inspirierendes Buch!
Man entdeckt keine neuen Erdteile, wenn mann nicht den Mut hat, alle Küsten aus den Augen zu verlieren.
(Andre Gide)
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19. Mai 2009 - Berchtesgaden

Beitragvon WhiteEagle » 19.05.2009 08:29



heute - 20 Uhr im Pfarrsaal St. Andreas Berchtesgaden:
Vortrag von Heide Göttner-Abendroth
"Im Garten der Percht"

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