Am Untersberg gibt es einige Regionen, die aufgrund ihrer geomantischen Besonderheiten entsprechend stark besucht werden. Eine davon ist die Gegend um das Karlsohr. Insbesondere die Unterwelt steht hier im Blickpunkt. Einige Freunde und Bekannte besuchten in letzter Zeit das Karlsohr. Von diesen machte mich jemand auf die Klassifizierung jener Höhle als Orakelstätte aufmerksam. Keltenfachmann Dr. Georg Rohrecker hat dazu einiges ausgeführt:
http://www.diekelten.at/karlsohr.htm
Er traf bei seinem Besuch 3 Münchner (jaja, die Geschichte mit den 3 Münchner - ist aber ein anderes Kapitel), die ebenfalls am Weg zur Höhle waren. Einer Kräuterspezialistin fiel dort sofort auf, dass am Karlsohr ein Haselnußbaum steht. Die (weise) Haselnuß ist ein magischer Baum, dessen Früchte hellsichtig machen und dessen Äste zum Wünscheln verwendet werden.
Auch eine Beziehung zum Totenkult in vorchristlicher Zeit ist bekannt. Der Untersberg ist der einzige mitteleuropäische Ahnenberg. Frühere Totenkulte können also rund um den Untersberg angenommen werden.
Beim Googeln fand ich noch folgenden Hinweis:
Die Wünschelrute aus Haselgerte wurde am Berchten - oder Johannestage geschnitten. Man sagte beim Schneiden:
Ich schneide dich, liebe Rute,
dass du mir sollst sagen,
was ich dich will fragen,
und dich so lange mit rühren,
bis du die Wahrheit tust spüren.
Der Berchten- oder Perchtentag (Berchtesgaden !) ist regional gesehen dort der 6. Januar. Mit ihm enden die Rauhnächte und damit die Wilde Jagd, die seit einigen Jahren in genau dieser Region wieder im Brauchtum aktiv ist und zu einem der schönsten und unverfälschten Bräuchen zählt.
Mir liegt daran, die alten Kultorte auch der einheimischen Bevölkerung wieder bekannt zu machen und das Karlsohr ist in seiner Bedeutung noch nicht wieder auferstanden - bis auch einige auswärtige Besucher.
Eine eher unscheinbare Höhle liegt wenige Meter oberhalb des Karlsohrs. Ein Name ist mir nicht bekannt, wäre aber beim Salzburger Höhlenkataster nachzuforschen.
Über dem alten Kult-/Orakelort hat sich in dieser Höhle ein neuer Kultort aufgetan (siehe letztes Foto auf meiner Seite
http://www.untersberg.org/html/mensch___kult.html). Werner Neuner war hier aktiv und ein Salzburger Energetiker ist ihm gefolgt.
Nun läßt sich jene "Kultlinie" sowohl nach oben als auch nach unten fortsetzen:
oben - das Zeppezauerhaus.
Zur Sommersonnenwende 2010 ist der Musikschamane Chris Amrhein dort aktiv gewesen und hat auch mich zu einem Ritual eingeladen, dass draussen im Gelände stattfand und ein beeindruckendes Zusammenspiel mit Mensch und Berg und Wettergeistern ermöglichte. Eine Woche später wurde einem besonderen astrologischen Ereignis dort gewürdigt.
unten - die Geisterhöhle
(siehe Buch Reinhard Habeck "Kräfte, die es...."), der wir einen neuen Namen gegeben haben:
die Froasenhöhle (http://www.untersberg.org/html/froasenhohle.html).
Als Ergänzung zu meinem Text über jene Höhle möchte ich auf die Warnung einer bekannten (
Hier sind wohl eher die Einheimischen gefragt, um der Geschichte auf den Grund zu gehen.
Alle beschriebenen Orte haben eins gemeinsam. Sie liegen auf einer Linie, die Berg mit Tal verbindet und starke neuzeitliche (spirituelle) Aktivitäten aufweist.
Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen und Meinungen zu diesen Orten gebt.
