Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Kein Berg im Alpenraum ist so reich an Mythen wie der Untersberg. Welche Botschaft steckt dahinter? Welche Sagen bewegen euch am meisten?

Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon WhiteEagle » 03.01.2010 10:40

http://www.chiemgau-online.de/portal/lo ... 19069.html
http://www.kvberchtesgaden.brk.de/index ... rschau.php


Am 30.12.2009 abends stiegen 2 Salzburger bei Hallthurm unterhalb der Gurrwand herum.
Der Bergwachteinsatz konnte noch rechtzeitig abgebrochen werden.
Was aber haben die dort um diese Zeit gesucht???

Nach meiner These befindet sich in diesem Bereich ein Zeitportal (das Eiserne Thor).

"Aus der Höhle "Die eiserne Thür" kommen Wilde Frauen heraus und hängen rote und weiße Wäsche auf."
Quelle: http://www.lochstein.de/hrp/themen/wilde/wilde.htm


Schaut mal auf das Foto:
http://www.kvberchtesgaden.brk.de/aktue ... 3009a3.jpg

Dort ist in der Mitte rechts ein Höhlenausgang erkennbar, aus dem eine rote Spur gen Tal läuft.
Geologisch sicher durch entsprechende Gesteinsauswaschungen aus der Höhle erklärbar.
Vielleicht auch ein Hinweis auf die "Eiserne Thür" mit der roten Wäsche?


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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon BlueOrb » 05.01.2010 13:31

Ausgezeichnet!!!!

Man hat die eisene Tuer gefunden!!!!!!! :D :D :D :D

Deine Forschung darueber ist richtig klasse. Gratulation!

Und wenn die Frauen erscheinen werden....bitte ruf mich sofort an!!!

Aber Spass beiseite, das ist sehr, sehr wichtig, solche Information zu finden.

Ich weiss, dass vielleicht will man deine Forschungen in dem Buch auffuehren, aber auch ist es wichtig fuer die "andere" Forum. Dort passiert gar nichts in diese Moment.

Wenn du nicht so sicher auf englisch zu schreiben bist, ich kann vielleicht die Leute dort mitteilen (Natuelrlich, als "Forschung von White Eagle"!!).

Nochmals....ausgezeichnet! Es freut mich sehr, dass "die eiserne Tuer" gefunded worden ist. :D :D
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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon WhiteEagle » 05.01.2010 14:22

BlueOrb hat geschrieben:Ausgezeichnet!!!!

Man hat die eisene Tuer gefunden!!!!!!! :D :D :D :D

Nochmals....ausgezeichnet! Es freut mich sehr, dass "die eiserne Tuer" gefunded worden ist. :D :D



langsam, langsam - ob das die "Eiserne Thür" ist, bin ich mir noch nicht sicher. Da werde ich erst mal die Höhlenforscher befragen!
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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon BlueOrb » 05.01.2010 18:52

Ich meine, dass vielleicht denkt man (mich!) an "ein Tuer", aber was man eigentlich suchen sollen , ist die Hoehle , die " Eisene Thuer" heisst, und rote Wasser kann Eisen im Erd bezeichnen....
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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon WhiteEagle » 07.01.2010 11:29

BlueOrb hat geschrieben:Ich meine, dass vielleicht denkt man (mich!) an "ein Tuer", aber was man eigentlich suchen sollen , ist die Hoehle , die " Eisene Thuer" heisst, und rote Wasser kann Eisen im Erd bezeichnen....



bitte lies meinen Beitrag über die Bethen:
viewtopic.php?f=66&t=1355&start=60#p16830

Ein Höhlenforscher, den ich auf den möglichen Ort der "Eisernen Thür" hinwies, meinte auch, dass meine Vermutung stimmen könnte. Er sprach von rotem Lias Kalk, der sich dort als Höhlenspur zeigt.
Es ist aber auch möglich, dass es sich um Erzspuren handelt,

Ein altes Buch sagt aus, daß öfters fremde Kunsterfahrene aus Welschland herbeikamen, die Erze und Minen insgeheim bearbeiteten, nebenbei aber sich der Bosheit gebrauchten, die Fundgruben den Umwohnern aus Neid zu verhehlen und zu verblenden.
(...)
es treten die Zwerge aus dem zaubervollen Bergesinnem und brechen das Erz und hämmern am Gestein

Quelle: http://www.sagen.at/texte/maerchen/maer ... sberg.html

Erzfunde wurden also einerseits verborgen gehalten andererseits sollen auch die Untersbergmandl Erz abgebaut haben.

Zurück zur "Eisernen Thür" bei Hallthurm.

Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass die Höhle tatsächlich die "Eiserne Thür" ist. Mit der "Eisernen Thür" wurden wohl auch die Druden - also die weiblichen Druiden/weisen Frauen - in Verbindung gebracht. Höhlen, in denen die Druden im Alpenraum gelebt haben, liegen meist in großer Höhe und sind schwer zugänglich. Sie werden häufig Frauenloch oder Fauenofen genannt. Diese "Eiserne Thür" kann also so ein Frauenloch sein.
Vielleicht wurde es deshalb so geheim gehalten, weil dort Erz abgebaut wurde (rote Spur aus dem Höhlenportal).
Vielleicht aber ist es tatsächlich jenes legendäre Zeitportal.
Aufschluss hierüber können uns nur wiederum die Speleologen geben, mit denen ich bereits in Verbindung stehe.
Vielleicht kommt der Begriff "Eiserne Thür" auch von der Erzfarbe des Höhleneingangs - darauf brachte mich meine Frau.

Die Drudensage erwähnt dazu verschiedene andere Höhlen am/im Untersberg, in denen die Druden gehaust haben sollen. Sind das Hinweise auf die anderen Zeitportale?


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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon BlueOrb » 14.01.2010 07:31

WhiteEagle hat geschrieben: Sind das Hinweise auf die anderen Zeitportale?

[/color][/b]



Anderen Zeitportalen....... Vergiss nicht die Geschichte von Lazarus und der Moench? Wie erwaehnt in diese Geschichte, macht der Moench ein "eisernen Tuer" auf.... Und es gab noch anderen Tueren - eigentlich 12 nummer.

"Da kamen sie zu einer eisernen Thür. Diese machte der Mönch auf"
Quelle : http://www.wfg-gk.de/mystik21b.html

Also, ich frage mich - sind die "Tueren" eigentlich Hoehlen?

Gibt's 12 Hoehlen, in die Zeitportalen existiert? (1) "Eisernen Thuer"? (2) Mittagsscharte ?...........
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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon Wassertraeger » 14.01.2010 09:19

Ich klinke mich hier nur ein, weil ich Interesse an der Gurrwand habe, welche schon länger in meinem heimatkundlichen Nachforschungen steht, die aber nicht mit Zeitportalen o.ä. zu tun haben.

@ White Eagle

was macht Dich eigentlich sicher, dass es sich bei besagten Ort an der Gurrwand oben um eine Höhle handelt und daraus Schlüsse ziehst? Warst Du da schon mal oben?
Mir liegen da nämlich andere Informationen vor!

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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon WhiteEagle » 14.01.2010 09:38

BlueOrb hat geschrieben:Also, ich frage mich - sind die "Tueren" eigentlich Hoehlen?


Ja, die Türen im Berg sind vermutlich Höhlen bzw. Höhlenausgänge!


BlueOrb hat geschrieben:Gibt's 12 Hoehlen, in die Zeitportalen existiert? (1) "Eisernen Thuer"? (2) Mittagsscharte ?...........



Auch das erscheint möglich!
Ein Höhlenforscher erinnerte sich kürzlich, dass er in der Kolowratshöhle am Untersberg Zeit verloren hatte. Während seine Frau draussen auf ihn wartete und etwas verärgert meinte, er wäre jetzt eine halbe Stunden drinnen gewesen, glaubte er, dass nur 10 Minuten vergangen seien.
Die Kolowratshöhle liegt oberhalb des Gebietes, wo der Sage nach die Hochzeitsgesellschaft mehrere 100 Jahre verloren haben soll und auch Ingomar von Lex einige Stunden verloren hatte.
Es ist also durchaus möglich, dass sich immer mehr Höhlen mit Zeitanomalien am Untersberg finden lassen.
Ich kenne ja noch eine, über die ich offiziell nicht sprechen kann.

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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon WhiteEagle » 14.01.2010 09:49

Wassertraeger hat geschrieben:Ich klinke mich hier nur ein, weil ich Interesse an der Gurrwand habe, welche schon länger in meinem heimatkundlichen Nachforschungen steht, die aber nicht mit Zeitportalen o.ä. zu tun haben.

@ White Eagle

was macht Dich eigentlich sicher, dass es sich bei besagten Ort an der Gurrwand oben um eine Höhle handelt und daraus Schlüsse ziehst? Warst Du da schon mal oben?
Mir liegen da nämlich andere Informationen vor!



schau doch mal das Foto an:
http://www.kvberchtesgaden.brk.de/press ... 2027~0.jpg
In kleinen Format ist das noch nicht deutlich. Geh man auf die Seite http://www.kvberchtesgaden.brk.de und dann links unten auf Aktuelles und dann im Dezember auf die Gurrwandgeschichte. Dort sind dann alle Fotos im Großformat zu sehen und der Höhleneingang ist gut zu erkennen. (Dateifoto 12)

Am oberen Ende der roten Spur erkennt man ziemlich klar eine Art dreieckiges Höhlenportal. Aus diesem scheint auch die rote Spur zu stammen.
Das ist mit bloßem Auge zu erkennen.
Oben bin ich nicht gewesen, aber bei nächster Gelegenheit werde ich im Höhlenverein nachfragen.
Welche Information liegt dir denn vor?
Und warum interessiert dich die Gurrwand?
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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon Berghexe » 17.01.2010 22:14

...also beim rot-kreuz-link kommt man jetzt nicht mehr auf die seite? (nur mehr "essen auf rädern")-oder mache ich was falsch? :?:

und gell, auf den fotos meinst du nicht was im roten oval, sondern eben die rote spur,weiter rechts? -ja, da kann man etwas dunkles erkennen (dort, wo die spur beginnt)-könnte ein höhelneingang sein-

Es hat für mich etwas sehr logisches. "eisernes tor" und dieses spur deutet meines erachtens eindeutig auf eisen(oxyd)haltiges gestein hin! :idea:

Liebe Grüße, die berghexe
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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon WhiteEagle » 18.01.2010 08:04

Berghexe hat geschrieben:...also beim rot-kreuz-link kommt man jetzt nicht mehr auf die seite? (nur mehr "essen auf rädern")-oder mache ich was falsch? :?:
und gell, auf den fotos meinst du nicht was im roten oval, sondern eben die rote spur,weiter rechts? -ja, da kann man etwas dunkles erkennen (dort, wo die spur beginnt)-könnte ein höhelneingang sein-
Es hat für mich etwas sehr logisches. "eisernes tor" und dieses spur deutet meines erachtens eindeutig auf eisen(oxyd)haltiges gestein hin! :idea:



der button ganz links unten: Aktuelles
und dann zu den Pressefotos 2009
und dann die Gurrwandgeschichte.
Funktioniert noch!

Ich werde mal sehen, dass ich bei nächster Gelegenheit dort hinfahre und fotografiere.
Ich könnte ja aus dem BRK-Foto eine Ausschnittvergrößerung machen, aber das geht wegen dem copyright nicht.
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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon Wassertraeger » 18.01.2010 20:47

Ganz zum Anfang bei diesem Thema hatte ich mir die Bilder schon angeschaut (habe es nicht versäumt!) und war skeptisch darüber, dass es sich dort oben um eine Höhle handelt soll, zumal auch die Bilder aufgrund ihres Ausschnittes mit Sicherheit nur Vermutungen erahnen lassen. Zu wenig geben Bilder darüber echten Aufschluss über gewisse Gegebenheiten, als wenn man die Dinge vor Ort live betrachtet.
Dazu kommt, dass mir die Gegend um die Gurrwand rum einigermaßen vertraut ist, so wie auch vielen anderen Einheimischen.
Da sich die Gurrwand sehr imposant präsentiert auf dem Weg von und nach Berchtesgaden, ist sie fast nicht zu übersehen, auch die rote Spur ist vielen ein Begriff!
Wer bisschen umsichtig ist, dem fällt sie sofort auf. Alleine darum wäre es alle mal verdächtig, wenn sich an besagten Ort eine Höhle befindet, welche noch niemanden aufgefallen wäre. Höhlenforscher wären wahrscheinlich sicherlich schon in dieser Höhle gewesen!
Ich selbst war noch nie an besagter Stelle, weil mein damaliges kletterisches Können für die Routen an der Gurrwand nicht ausreichte und darum zog es mich da auch nie hinauf. Hinauf schon, aber nicht über die Wand. Jedoch kenne ich einige Kletterer die einst die Gurrwand in Angriff nahmen.
Zu den Einstiegen der Routen in der Wand kommt man an besagten Ort vorbei und dieser entpuppt sich aller mündlichen Beschreibung nach als ein Felsenloch, das ca. zimmerhoch sein soll. Das relativ vorherrschende Wasser entspringt irgendwie großflächig hinter dem Loch aus dem Boden und Wandfuß und sucht sich dann den Weg hinab durch das Loch über die untere Wand. Die Wassermenge variiert wohl je nach Niederschlag, was eher auf eine Sickerquelle schließen lässt! Angeblich eher schmutziges Wasser als klares!!??
Letzten Samstagnachmittag habe ich erwähntes Felsenloch von der gegenüberliegenden Seite fotografiert, nachdem ich mit einem guten Fotograf bei einem Shooting vom Sonnendurchtritt am Teufelsloch war. Ich hatte sehr gute Verhältnisse und machte einigermaßen gute Bilder, welche mit meiner Ausrüstung so möglich waren.
Für mich sieht das Loch eher so aus, als sei es eine Felsenbrücke, was natürlich erst zu bestätigen ist, wenn man den Augenschein vor Ort nimmt.
Diesen Ort aber erreicht man wohl nicht leicht. Laut Aussagen einer Berchtesgadener Kletterin und Untersbergkennerin braucht man von Hallthurm aus ca. 1,5 Stunden zu der Felsenbrücke, wobei Gelände durchklettert werden muss, das teilweise den zweiten Schwierigkeitsgrad aufweist, also nicht unbedingt easy!! Übrigens soll die Landschaft dort oben einmalig sein!!

Vielleicht ergibt es sich mal für mich den Ort zu erklimmen, um 100%ig zu gehen, ganz nach einem Zitat von Georg Lichtenberg, der sagte >> wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, dem kann es passieren, dass er mit einer Gans heim kommt << und so soll es meiner Meinung nach, wenn man Heimatforschung o.ä. betreibt nicht sein!!!

@ White Eagle

Die Bilder maile ich Dir, damit Du sie hier einstellen kannst. Natürlich nur wenn es erwünscht ist. Ich möchte mich da nicht vordrängen oder so!!

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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon WhiteEagle » 19.01.2010 09:52

Wassertraeger hat geschrieben:Ganz zum Anfang bei diesem Thema hatte ich mir die Bilder schon angeschaut (habe es nicht versäumt!) und war skeptisch darüber, dass es sich dort oben um eine Höhle handelt soll, zumal auch die Bilder aufgrund ihres Ausschnittes mit Sicherheit nur Vermutungen erahnen lassen. Zu wenig geben Bilder darüber echten Aufschluss über gewisse Gegebenheiten, als wenn man die Dinge vor Ort live betrachtet.
Dazu kommt, dass mir die Gegend um die Gurrwand rum einigermaßen vertraut ist, so wie auch vielen anderen Einheimischen.
Da sich die Gurrwand sehr imposant präsentiert auf dem Weg von und nach Berchtesgaden, ist sie fast nicht zu übersehen, auch die rote Spur ist vielen ein Begriff!
Wer bisschen umsichtig ist, dem fällt sie sofort auf. Alleine darum wäre es alle mal verdächtig, wenn sich an besagten Ort eine Höhle befindet, welche noch niemanden aufgefallen wäre. Höhlenforscher wären wahrscheinlich sicherlich schon in dieser Höhle gewesen!
Ich selbst war noch nie an besagter Stelle, weil mein damaliges kletterisches Können für die Routen an der Gurrwand nicht ausreichte und darum zog es mich da auch nie hinauf. Hinauf schon, aber nicht über die Wand. Jedoch kenne ich einige Kletterer die einst die Gurrwand in Angriff nahmen.
Zu den Einstiegen der Routen in der Wand kommt man an besagten Ort vorbei und dieser entpuppt sich aller mündlichen Beschreibung nach als ein Felsenloch, das ca. zimmerhoch sein soll. Das relativ vorherrschende Wasser entspringt irgendwie großflächig hinter dem Loch aus dem Boden und Wandfuß und sucht sich dann den Weg hinab durch das Loch über die untere Wand. Die Wassermenge variiert wohl je nach Niederschlag, was eher auf eine Sickerquelle schließen lässt! Angeblich eher schmutziges Wasser als klares!!??
Letzten Samstagnachmittag habe ich erwähntes Felsenloch von der gegenüberliegenden Seite fotografiert, nachdem ich mit einem guten Fotograf bei einem Shooting vom Sonnendurchtritt am Teufelsloch war. Ich hatte sehr gute Verhältnisse und machte einigermaßen gute Bilder, welche mit meiner Ausrüstung so möglich waren.
Für mich sieht das Loch eher so aus, als sei es eine Felsenbrücke, was natürlich erst zu bestätigen ist, wenn man den Augenschein vor Ort nimmt.
Diesen Ort aber erreicht man wohl nicht leicht. Laut Aussagen einer Berchtesgadener Kletterin und Untersbergkennerin braucht man von Hallthurm aus ca. 1,5 Stunden zu der Felsenbrücke, wobei Gelände durchklettert werden muss, das teilweise den zweiten Schwierigkeitsgrad aufweist, also nicht unbedingt easy!! Übrigens soll die Landschaft dort oben einmalig sein!!

Vielleicht ergibt es sich mal für mich den Ort zu erklimmen, um 100%ig zu gehen, ganz nach einem Zitat von Georg Lichtenberg, der sagte >> wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, dem kann es passieren, dass er mit einer Gans heim kommt << und so soll es meiner Meinung nach, wenn man Heimatforschung o.ä. betreibt nicht sein!!!

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Die Bilder maile ich Dir, damit Du sie hier einstellen kannst. Natürlich nur wenn es erwünscht ist. Ich möchte mich da nicht vordrängen oder so!!

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wow, das wird immer spannender!!! Als Kletterlaie hatte ich die Vermutung, dass man über die Wiesenbänder eventuell recht nahe an das Gelände kommt. Klettertechnisch Diretissima ist es wohl recht anspruchsvoll!?
Folgende Fragen tun sich im Moment für mich auf:
wie kommt man hin? (möglicherweise hat das Objekt noch keiner genau erforscht)
woher kommt die Rotfärbung? (also Liaskalk oder Erzspuren?)
woher kommt der Name "Gurrwand"?

dein Begriff "zimmerhoch" ist interessant - da könnte sich also durchaus jemand "einrichten"...
war die Höhle bzw. Felsenloch ein "Frauenloch" - da fällt mir gleich die Parallele zum Inzeller Falkenstein und dem dortigen Frauenloch ein, das ja auch ein Felsentor ist. Seltsamer Zufall!!!
Die Sage von der "Eisernen Thür" und der roten Wäsche scheint mir immer noch gut zu diesem Objekt zu passen. Du hast von einer "einmaligen" Landschaft dort oben gesprochen. Jetzt wäre es natürlich umso interessanter einmal Fotos von dort oben zu bekommen.

Vielen Dank für die Fotos - bei nächster Gelegenheit werde ich sie hier einstellen!!! Die hast du vermutlich mit Tele gemacht?

noch ein Gedanke dazu:
von jenem Felsentor hat man vermutlich einen guten Blick auf die gegenüberliegende Hexe - vielleicht auch auf die Steinerne Agnes???
Da kommen eventuell viele Frauenorte/-namen zusammen...

Und für alle Neugierigen:
hier sind wohl nur Spezialisten (Kletterer, Höhlenforscher) gefordert!!!


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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon Wassertraeger » 19.01.2010 11:51

Stimmt, die Bilder habe ich mit meinen Tele ran geholt!

Mit den Fragen, woher der Name Gurrwand herrührt und so, sind wir bisschen bei dem, was mich heimatforschlich beschäftigt.

Gurr ist für mich auch ein Rätsel. Bisher hat mir kein Heimatpfleger darüber was sagen können, aber einer will sich umhören.
Gurren wird Tauben und Katzen zugeschrieben, kann Wasser gurren? Ist damit ein Waserpluppern bzw. Plätschern gemeint??
Vielleicht war der Wasserfluss über die Gurrwand einst ergiebiger und stetiger. In letzten Jahren fließt eher weniger runter.
Vor paar Jahren war es wohl mal möglich den gefrorenen Wasserfall hoch zu klettern. Die Eiskletterer mußten dann auch durch das Loch durchsteigen am Schluss oder seilten vorher wieder ab.
Ich könnte mir vorstellen, dass natürliche Vorgänge dort, wie eben z.B. Gurgeln (hey Gurgeln! ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen, was für ein Zufall!!), Rauschen, Plätschern von Wasser, tauhendem Eis usw. hier namensgebend sind.
Vielleicht ist Gurr und Abwandlungen davon Bestandteil dialektischer Sprache. Vielleicht ergibt sich darin ein Sinn.
Bedenkt man, dass wenn man mit einem richtigen alten Einheimischen vom Loipl spricht, oft überhaupt nichts versteht, was der sagt. Da meint man, man ist im Ausland, was bezüglich einiger Berchtesgadener auch stimmt, weil dieses beginnt nach dem Hallthurm!! Sagt man jedenfalls so!
Gurr konnte also wirklich ein Ausdruck und/oder Bezeichnung für was sein, welcher nur hier Gebrauch findet.

Laut Inge Resch-Rauter bedeutet Ux-Acona aus dem Keltischen >> senkrecht stehender Fels, bzw. Felsnadel! Umgewandelt im Laufe der Zeit wurden daraus Flurnamen mit Silben wie Oachat bzw. Oach, als auch Eich; und Aich! Resch-Rauter versieht diesen Zusammenhang aber mit einem Fragezeichen, also nicht sicher, aber für sie galt immer der Grundsatz, dass man vor Ort schauen muss und die tatsächlichen Gegebenheiten damit gegenüberstellt.
Einen senkrecht stehenden Felsen haben wir und der ist auch Bestand des Achenkopfes!! Achen könnte rein spekulativ zu Oachat und Oach passen, denn an den Wörtern wurde ja stets rumgebastelt! Achenkopf dialektisch gesprochen passt ziemlich genau!
Ein Heimatpfleger meinte jedoch dagegen, dass Flurnamen mit Ache, Arche usw. immer mit Wasser zu tun hätten, was auch vorhanden ist. Vielleicht bekommt in dieser Richtung noch was raus!

Durch das Felsenloch kann man durchschauen und ein Durchgehen oder Schlupfen ist angeblich auch möglich. Ich weiss jetzt nicht bestimmt, wie groß dass eigentliche Loch ist. Bei mit <<zimmerhoch>> weiss ich nicht, ob das ganze rundherum gemeint war oder das Loch selbst!
Beim Durchgehen, Schlupfen wie auch immer muss man aber gut aufpassen, weil da ist man ganz schön schnell in der Anderswelt. Unmittelbar nach dem Loch gehts bergab und zwar gach! Nass, rutschig wird es auch sein!

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Re: Zeitportal-Forscher oder Kletterer ?

Beitragvon WhiteEagle » 19.01.2010 14:58

Wassertraeger hat geschrieben:Mit den Fragen, woher der Name Gurrwand herrührt und so, sind wir bisschen bei dem, was mich heimatforschlich beschäftigt.

Gurr ist für mich auch ein Rätsel. Bisher hat mir kein Heimatpfleger darüber was sagen können, aber einer will sich umhören.
Gurren wird Tauben und Katzen zugeschrieben, kann Wasser gurren? Ist damit ein Waserpluppern bzw. Plätschern gemeint??
Vielleicht war der Wasserfluss über die Gurrwand einst ergiebiger und stetiger. In letzten Jahren fließt eher weniger runter.
Vor paar Jahren war es wohl mal möglich den gefrorenen Wasserfall hoch zu klettern. Die Eiskletterer mußten dann auch durch das Loch durchsteigen am Schluss oder seilten vorher wieder ab.
Ich könnte mir vorstellen, dass natürliche Vorgänge dort, wie eben z.B. Gurgeln (hey Gurgeln! ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen, was für ein Zufall!!), Rauschen, Plätschern von Wasser, tauhendem Eis usw. hier namensgebend sind.
Vielleicht ist Gurr und Abwandlungen davon Bestandteil dialektischer Sprache. Vielleicht ergibt sich darin ein Sinn.
Bedenkt man, dass wenn man mit einem richtigen alten Einheimischen vom Loipl spricht, oft überhaupt nichts versteht, was der sagt. Da meint man, man ist im Ausland, was bezüglich einiger Berchtesgadener auch stimmt, weil dieses beginnt nach dem Hallthurm!! Sagt man jedenfalls so!
Gurr konnte also wirklich ein Ausdruck und/oder Bezeichnung für was sein, welcher nur hier Gebrauch findet.


Ja, der Loipler Dialekt ist durchaus als Fremdsprache zu klassifizieren :wink:

Gurr von Gurgeln wäre denkbar und zutreffend!



Wassertraeger hat geschrieben:Laut Inge Resch-Rauter bedeutet Ux-Acona aus dem Keltischen >> senkrecht stehender Fels, bzw. Felsnadel! Umgewandelt im Laufe der Zeit wurden daraus Flurnamen mit Silben wie Oachat bzw. Oach, als auch Eich; und Aich! Resch-Rauter versieht diesen Zusammenhang aber mit einem Fragezeichen, also nicht sicher, aber für sie galt immer der Grundsatz, dass man vor Ort schauen muss und die tatsächlichen Gegebenheiten damit gegenüberstellt.



Dem Grundsatz von Resch-Rauter schließe ich mich an!


Wassertraeger hat geschrieben:Durch das Felsenloch kann man durchschauen und ein Durchgehen oder Schlupfen ist angeblich auch möglich. Ich weiss jetzt nicht bestimmt, wie groß dass eigentliche Loch ist. Bei mit <<zimmerhoch>> weiss ich nicht, ob das ganze rundherum gemeint war oder das Loch selbst!


Auf deinem Foto ist im Felsentor ein Baumstamm zu sehen. Im Größenvergleich mit dem Loch kann man durchaus eine "Zimmerhöhe" annehmen!
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